Dr. Susanne Froehlich

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsbereich Alte Geschichte
Raum 1.25
Rubenowstr. 2, 17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 420 3103/3304
Fax: +49 (0)3834 420 3108

susanne.froehlich(at)uni-greifswald(dot)de

Sprechzeit im SoSe 2017 (ab 11.04.2017): Dienstag, 12-13 Uhr

Am 11. Juli findet keine Sprechstunde statt.

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit:
Freitag, d. 01.09. von 11.00 bis 12.00 Uhr
Dienstag, d. 19.09. von 11.00 bis 12.00 Uhr
Dienstag, d. 10.10. von 11.00 bis 12.00 Uhr

 

 

Vita

Susanne Froehlich, geb. Pilhofer

1999 Abitur am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Greifswald.

1999-2005 Studium der Fächer Geschichte, Französisch und Klassische Archäologie in Greifswald, Angers (Frankreich) und Freiburg.

SoSe 2005 Staatsexamen in den Fächern Geschichte und Französisch an der Universität Freiburg.

WS 2005/2006 Staatsexamen im Nebenfach Klassische Archäologie an der Universität Heidelberg.

2006 Stipendiatin des Interdisziplinären Graduiertenkollegs „Geschichte und Erzählen“ der Universität Freiburg, danach assoziiertes Mitglied.

2007-2010 Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung.

SoSe 2011 Lehrbeauftragte am Seminar für Alte Geschichte in Freiburg.

WS 2011/2012 Promotion im Fach Alte Geschichte als Cotutelle der Universitäten Freiburg und Straßburg (Frankreich).

2012-2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Alte Geschichte der Universität Gießen.

ab SoSe 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Alte Geschichte an der Universität Greifswald.
 

Staatsexamensarbeit: Romanisierung in Kilikien, Freiburg 2004 [publiziert München 2006].

Dissertation:
Handlungsmotive bei Herodot, Freiburg 2011 [publiziert Stuttgart 2013].

Habilitationsprojekt
: Stadttor und Stadteingang. Ein Beitrag zur Alltags- und Kulturgeschichte der kaiserzeitlichen Stadt.

Forschungsinteressen
  • Mobilität in der Antike
  • Kleinasien in der römischen Kaiserzeit
  • Griechische Historiographie
  • Historische Lebenswelt als Konzept althistorischer Forschung
  • Epigraphik
  • im 19. Jh.: Kolonial- und Missionsgeschichte (Australien/Südsee)
Veröffentlichungen

Monographien

  • Romanisierung in Kilikien? Das Zeugnis der Inschriften (Quellen und Forschungen zur Antiken Welt 46), München 2006 [Examensarbeit]. [link...] 2., erweiterte Auflage, mit einem Nachwort von Philipp Pilhofer (Quellen und Forschungen zur Antiken Welt 60), München 2015. [link...]
    Rezensionen: [2. Auflage] George Watson in BMCR 10 (2016), Nr. 56 || [1. Auflage] Olli Solomies in AE 2006, 618-619 (Nr. 1553) | Kurt Tomaschitz in sehepunkte 6 (2006), Nr. 9. 
  • Handlungsmotive bei Herodot (CBR 4), Stuttgart 2013 [Dissertation]. [link...]
    Rezensionen: Giovanni Ingarao in Klio 98 (2016), 322-329 | Carolyn Dewald in Mnemosyne 68 (2015), 1040-1044 | Christopher Baron in Histos 9 (2015), xix-xxiv | Helmut Löffler in Gnomon 87 (2015), 678-683 | Mathieu de Bakker in sehepunkte 14 (2014), Nr. 3 | Johannes Engels in Gymnasium 121 (2014), 195-196 | Dirk Fleischer in Das Historisch-Politische Buch (2014), 475-476 | Jakub Kuciak in Electrum 21 (2014), 165-168 | Katharina John bei H-Soz-u-Kult (11.11.2013).

Quellenedition

  • Als Pioniermissionar in das ferne Neu Guinea. Johann Flierls Lebenserinnerungen, herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Susanne Froehlich. Teil I: 1858-1886, Teil II: 1886-1941 (Quellen und Forschungen zur Südsee A.5), Wiesbaden 2015. [link...]
    Rezension: Ulrich van der Heyden in den Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte, Neue Folge 51 (März 2016).

Aufsätze

  • Antike Autoren über Kilikien. Überlegungen am Beispiel der Stadt Tarsos/Kilikia üzerine antik yazarlar. Tarsus şehri örneğinde düşünceler, in: Olba 17 (2009), 157-167.

  • Das Zollpersonal an den römischen Alpenstraßen nach Aguntum und Virunum, in: Klio 96 (2014), 67-92.

  • Unwritten history. Louise Flierl's everyday life on mission stations in Australia and New Guinea, in: Journal of Australian Studies 39.1 (2015), 79-91. [link...]

  • Qualität und Komplexität von Beziehungen in Ciceros sozialem Netzwerk, in: Thomas Späth und Eckhard Wirbelauer [Hg.]: Vers une nouvelle histoire sociale de l'Antiquité romaine (CBR 6), Stuttgart 2017 [in Druckvorbereitung].

  • La mission de Neuendettelsau en Nouvelle-Guinée allemande, in: Marc Spindler, Annie Bart und Gilles Vidal: Les missions allemandes. Leur liquidation et leur résilience 1914--1939, Paris 2017 [in Druckvorbereitung].

Lexikonartikel

  • Art. motivation, Art. Cilicia, Art. Cilix son of Agenor, Art. Sethos, in: Christopher Baron [Hg.]: The Herodotus Encyclopedia, 3 Bände [erscheint 2018 bei Wiley-Blackwell].

Rezensionen

  • Richard Hingley: Globalizing Roman Culture. Unity, diversity and empire, London/New York 2005, in: sehepunkte 6 (2006), Nr. 7/8 [15.07.2006]. [link...]

  • Sabine Hübner: Der Klerus in der Gesellschaft des spätantiken Kleinasiens (Altertumswissenschaftliches Kolloquium 15), Stuttgart 2005, in: Gnomon 85 (2013), 148-152 [mit Peter Pilhofer].

  • Stephen Mitchell und David French [Hg.]: The Greek and Latin Inscriptions of Ankara (Ancyra). Vol. I: From Augustus to the end of the third century AD, München 2012, in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 3 [15.03.2013]. [link...]

  • Katharina Wesselmann: Mythische Erzählstrukturen in Herodots Historien, Berlin 2011, in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 3 [15.03.2013]. [link...]

  • Edith Foster und Donald Lateiner [Hg.]: Thucydides and Herodotus, Oxford 2012, in: Klio 95 (2013), 534-536.

  • Beat Näf: Antike Geschichtsschreibung. Form - Leistung - Wirkung, Stuttgart 2010, in: sehepunkte 14 (2014), Nr. 3 [15.03.2014]. [link...]

  • Klaus Geus, Elizabeth Irwin und Thomas Poiss [Hg.]: Herodots Wege des Erzählens. Topos und Logos in den Historien (Zivilisationen & Geschichte 22), Frankfurt am Main/Bern/New York/Oxford 2014, in: sehepunkte 14 (2014), Nr. 5 [15.05.2014]. [link...]

  • Emily Baragwanath und Mathieu de Bakker [Hg.]: Myth, Truth, and Narrative in Herodotus, Oxford/New York 2012, in: Klio 97 (2015), 748-751.

  • Pietro Vannicelli: Resistenza e intesa. Studi sulle guerre persiane in Erodoto, Bari 2013, in: Gnomon 88 (2016), 84-86.

Aktuelle Vorträge (Auswahl)
  • locus horridus? Fictional topographies of the urban periphery in Petronius, Apuleius, and Horace (8.04.2016: Annual Conference der Classical Association, Edinburgh/UK).
  • Jede Mauer hat irgendwo ein Fensterchen, durch das man steigen kann. Offene Tore und städtische Sicherheitspolitik in der Römischen Kaiserzeit (20.05.2016: Forschungskolloquium bei Christoph Markschies, Patristik, HU Berlin).
  • Vom Schulbuben in Fürnried zum Südseemissionar und Kirchenvater. Lesung aus Johann Flierls Lebenserinnerungen (22.10.2016: Kirchengemeinde Fürnried/Gemeinde Birgland in Bayern).
  • Keine Durchfahrt für Schwerlasttransporte! Mobilität und Verkehrsregeln am Eingang der römischen Stadt (17.11.2016: Altertumswissenschaftliches Kolloquium "Antike Welten", TU Darmstadt, und 23.11.2016: Althistorisches Kolloquium bei Claudia Tiersch und Aloys Winterling, HU Berlin).
  • Entering a Roman city: Mobility and traffic regulation at the gates (22.03.2017: Classics Research Seminar, University of Edinburgh/UK).
  • »Nile boatmen, hog traders, and tourists shall not be impeded.« Inequality and discrimination at city entrances in the Roman Empire (4.05.2017: Konferenz „Unjust Borderlands: Injustice and Cultural bordering“ in Greifswald, veranstaltet durch das Graduiertenkolleg „Baltic Borderlands“ der Universitäten Greifswald, Lund und Tartu, in Kooperation mit dem in UC Santa Barbara’s Ancient Borderlands Cluster).

  • Im Transitbereich zwischen Stadt und Umland. Das kaiserzeitliche Stadttor und seine Funktionen im städtischen Alltag (5.-8.07.2017: Internationales Kolloquium zur Historischen Geographie des Altertums in Eichstätt, Ernst Kirsten Gesellschaft).

Aktuelle Lehrveranstaltungen (SoSe 2017)

Einführung in das Studium der Alten Geschichte (4006002)

Blockveranstaltung: 28.04., 02.06. und 03.06.2017,
jeweils 10-13 und 14-18 Uhr, SR 24, Domstraße 20a 

Die Veranstaltung dient der Einführung in die Arbeitsmethoden und Hilfsmittel der Alte Geschichte und bietet einen Überblick über wichtige Themenbereiche und Zugangsweisen. Der Gegenstand der Alten Geschichte wird zeitlich, geographisch und inhaltlich eingegrenzt und einführend vorgestellt. Sie lernen die wichtigsten althistorischen Nachschlagewerke, Datenbanken sowie Methoden der Literaturrecherche kennen und üben das Erstellen einer Bibliographie.

Da das wissenschaftliche Arbeiten im Fach eine entscheidende Kompetenz für Ihr weiteres Studium darstellt, werden insbesondere grundlegende Fragen rund um das Thema Hausarbeit besprochen: Wie erarbeite ich eine Fragestellung und Gliederung? Wie finde ich geeignete Quellen? Welchen Leitlinien sollte meine Interpretation folgen? Wie weise ich Zitate aus Quellen und Fachliteratur nach, und wie vermeide ich unabsichtliche Plagiate? Anhand welcher Kriterien stelle ich fest, ob beispielsweise bestimmte Internetseiten zitierfähig sind? Welche formalen Anforderungen sind beim Erstellen der Arbeit zu beachten?

Einen weiteren Schwerpunkt der Einführung bilden die Hilfsdisziplinen der Alten Geschichte, die sich unter anderem mit der antiken Geographie und Zeitrechnung, aber auch mit speziellen Quellengattungen wie Inschriften, beschrifteten Tonscherben, Papyri oder Münzen befassen. Die Studierenden erarbeiten sich einen Überblick über diese Spezialgebiete und lernen vertiefend konkrete Quellenbeispiele kennen. Auf diese Weise legen Sie einen ersten Grundstock für eine eigene Sammlung instruktiver und spannender Quellen zur Alten Geschichte, die Sie im Lauf Ihres Studiums erweitern werden.

Der erfolgreiche Besuch der Einführung bildet die Voraussetzung für die Teilnahme an den althistorischen Proseminaren. Es wird dringend empfohlen, bereits parallel zum Besuch dieser Veranstaltung die für das Proseminar erforderlichen Lateinkenntnisse zu erwerben beziehungsweise aufzufrischen.

Einführungsliteratur: Karen Piepenbrink: Das Altertum, 2. Auflage Stuttgart 2015. Eckhard Wirbelauer [Hg.]: Oldenbourg Geschichte-Lehrbuch Antike, 2. Auflage München 2007.

Vorlesung: Griechische Geschichte (4006004)

Di 10-12 Uhr, HS 3, Rubenowstraße 1
Beginn: 11.04.2017

In einem dreisemestrigen Zyklus erhalten Sie einen Überblick über die gesamte antike Geschichte. Diese erste Vorlesung bietet eine Einführung in die Geschichte der griechischen Zeit von den Anfängen bis zum späten Hellenismus. Sie lernen exemplarisch die Schauplätze, wichtige Institutionen, politische Organisations- und Verfassungsformen sowie zentrale Protagonisten der griechischen Geschichte kennen. Ein Überblick über die Ereignisgeschichte wird ergänzt durch sozial- und kulturgeschichtliche Fragestellungen, so dass auch die Gesellschaft der jeweiligen Epoche, die griechische Religion, neu entstehende Wissenschaften und Künste, aber auch Seefahrt und Handel Teil des dargestellten Themenspektrums sind. Ein Blick auf die moderne Rezeption der griechischen Geschichte und auf das Bild der griechischen Antike heute schließen die Vorlesung ab.

Vorbereitung und begleitende Lektüre: Pedro Barceló: Kleine griechische Geschichte, Darmstadt 2004. Hans-Joachim Gehrke: Kleine Geschichte der Antike, München 1999. Wolfgang Schuller: Griechische Geschichte (Oldenbourg Grundriß der Geschichte), 6. Auflage München 2008. Zum Selbstkaufen und ganz kompakt: Detlef Lotze: Griechische Geschichte von den Anfängen bis zum Hellenismus, 7. Auflage München 2007 (8,95 €).

Hauptseminar: "Alltag in griechischen Städten" (4006006)

Di 14-16 Uhr, HS 3, Rubenowstraße 1
Beginn: 11.04.2017 Achtung! SR 228, Soldmannstraße 23 nur am 11.04.2017

Die Auseinandersetzung mit dem städtischen Alltag der Griechen eröffnet die Möglichkeit, Vertrautes zu entdecken, aber auch fremde Aspekte des Lebens in der antiken Großstadt herauszuarbeiten. Ausgehend von der Frage, was überhaupt eine antike Stadt ausmacht, werden an ausgewählten Beispielen Formen der städtischen Selbstverwaltung, das Wohnen in der Stadt, Verkehr, Gesundheitsinfrastruktur, Handel, Religion, Feste und Freizeit, Haus und Familie besprochen. Der Fokus liegt dabei auf den Städten Athen, Sparta und Alexandria, aber auch weniger bekannte griechische Städte werden in den Blick genommen. Griechischkenntnisse sind von Nutzen, werden aber nicht vorausgesetzt.

Vorbereitung: Walter Ameling, Hans-Joachim Gehrke [u. a.] : Antike Metropolen, mit einer Einführung von Christian Meier, Darmstadt 2006. Winfried Schmitz: Haus und Familie im antiken Griechenland, München 2007.

Proseminar: "Herodots Historien" (4006008)

Mi 10-12 Uhr, SR 1, Rubenowstraße 2b
Beginn: 12.04.2017                                              

Der Geschichtsschreiber Herodot (um 485–425 v. Chr.) hat die antike Welt von Makedonien bis Persien, von Skythien bis Ägypten bereist. Die Darlegung seiner Forschung, die wir heute als "Historien" bezeichnen, ist nicht nur das erste Geschichtswerk, sondern die älteste erhaltene Prosaschrift der griechischen Literatur überhaupt. Herodot bietet ein facettenreiches Panorama, das von der Schilderung ägyptischer Palastintrigen bis hin zur Behandlung geographischer und ethnologischer Fragen reicht. Er diskutiert zeitgenössische Krankheitskonzepte und das Alter der Götter, er interessiert sich für Architektur, Technik und Landwirtschaft, für Traumdeutung, Tempelprostitution und Totenkult, und er weiß zu fast jeder Person und jedem Ort eine unterhaltsame Anekdote zu berichten. Geschichtenerzählen und Geschichtsschreibung werden in den Historien auf vielfältige Weise miteinander verwoben, was grundlegende Fragen der Quellenkritik aufwirft. Die Auseinandersetzung mit Herodots Werk ist daher zum Kennenlernen der griechischen Geschichte in besonderer Weise geeignet. Ziel des Seminars ist es, dieses zentrale Werk der griechischen Historiographie in seinen verschiedenen Aspekten einschließlich der modernen wissenschaftlichen Diskussion darüber kennenzulernen, wobei intensive eigene Quellenarbeit immer wieder den Bezugspunkt der Überlegungen bilden soll. Griechischkenntnisse sind von Nutzen, werden aber nicht vorausgesetzt.

Vorbereitung: Reinhold Bichler und Robert Rollinger: Herodot (Olms Studienbücher Antike 3), Hildesheim/Zürich/New York 2001.

Quellenausgabe: Herodot: Historien [griechisch-deutsch], herausgegeben und übersetzt von Josef Feix, 2 Bände, Darmstadt 1995.

Proseminar: "Die Perserkriege" (4006010)

Mi 12-14 Uhr, Raum A24, Domstraße 20a
Beginn: 12.04.2017

Von der Thermopylenschlacht ("300"), Marathon und Salamis hat wohl jeder schon gehört: Die Kriege zwischen Persern und Griechen zu Beginn des fünften Jahrhunderts v. Chr. werden mitunter als eine Geburtsstunde des westlichen Abendlandes betrachtet. Die Ereignisse der Kriegszüge unter den Perserkönigen Dareios und Xerxes, ihre Darstellung bei den großen griechischen Historikern, aber auch ihre Rezeption zum Beispiel in der zeitgenössischen Tragödie sind Gegenstand des Seminars. Die Studierenden sollen historische und kulturelle Zusammenhänge kennenlernen und sich auf diese Weise die Grundlagen für ein eigenes Urteil über die Perserkriege erarbeiten. Dabei werden Sie sich aktiv mit unterschiedlichen antiken Quellen- und Textgattungen auseinandersetzen.

Griechischkenntnisse sind von Nutzen, werden aber nicht vorausgesetzt.

Vorbereitung (auch zur Anschaffung empfohlen): Wolfgang Will: Die Perserkriege, München 2010 (8,95 €).

Übung: "Historisch arbeiten - vor 2000 Jahren und heute" (4006012)

(Quellen und Schreibtraining)
Di 16-18 Uhr, SR 1, Rubenowstraße 2b
Beginn: 11.04.2017

In der Übung, die begleitend zur Vorlesung und/oder den einzelnen Seminaren, aber auch unabhängig davon belegt werden kann, werden die selbständige Auseinandersetzung mit historiographischen Quellen sowie das eigene Schreiben verschiedener wissenschaftlicher Textsorten geübt.

Das Lektürepensum ist auf die Vorlesung abgestimmt.

Wer sich mit der antiken Geschichte befassen möchte, wird die Werke antiker Geschichtsschreiber lesen. Im Unterschied zu Quellengattungen wie Inschriften oder Briefsammlungen zeichnet sich die Geschichtsschreibung dadurch aus, dass sie Zusammenhänge und Hintergründe aufzeigt, Erklärungen und Einschätzungen gibt, anders gesprochen:

Geschichte erzählt und deutet. In der Übung lernen wir verschiedene griechische Historiker und ihre Arbeitsweise kennen. In Auseinandersetzung mit den antiken Geschichtsschreibern denken wir auch darüber nach, wie wir heute als Historikerinnen und Historiker arbeiten:

Wie gehen wir mit Quellen um? Wie kommen wir zu unseren Urteilen? Wie "schreiben" wir Geschichte? Was unterscheidet unser Selbstverständnis von dem unserer antiken Kollegen? Griechischkenntnisse sind daher von Nutzen, werden aber nicht vorausgesetzt.

Literatur: Beat Näf: Antike Geschichtsschreibung. Form -- Leistung -- Wirkung, Stuttgart 2010. Klaus Meister: Die griechische Geschichtsschreibung. Von den Anfängen bis zum Ende des Hellenismus, Stuttgart 1990.