Dr. Susanne Froehlich

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Arbeitsbereich Alte Geschichte
Raum 1.15
Domstraße 9a, 17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 420 3103
Fax: +49 (0)3834 420 3108

susanne.froehlich(at)uni-greifswald(dot)de

Sprechzeit im WS 2017/18: Mittwoch, 11-12 Uhr

Achtung! Am 13.12. findet keine Sprechstunde statt!

 

 

Vita

Susanne Froehlich, geb. Pilhofer

1999 Abitur am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Greifswald.

1999-2005 Studium der Fächer Geschichte, Französisch und Klassische Archäologie in Greifswald, Angers (Frankreich) und Freiburg.

SoSe 2005 Staatsexamen in den Fächern Geschichte und Französisch an der Universität Freiburg.

WS 2005/2006 Staatsexamen im Nebenfach Klassische Archäologie an der Universität Heidelberg.

2006 Stipendiatin des Interdisziplinären Graduiertenkollegs „Geschichte und Erzählen“ der Universität Freiburg, danach assoziiertes Mitglied.

2007-2010 Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung.

SoSe 2011 Lehrbeauftragte am Seminar für Alte Geschichte in Freiburg.

WS 2011/2012 Promotion im Fach Alte Geschichte als Cotutelle der Universitäten Freiburg und Straßburg (Frankreich).

2012-2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Alte Geschichte der Universität Gießen.

ab SoSe 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Alte Geschichte an der Universität Greifswald.
 

Staatsexamensarbeit: Romanisierung in Kilikien, Freiburg 2004 [publiziert München 2006].

Dissertation:
Handlungsmotive bei Herodot, Freiburg 2011 [publiziert Stuttgart 2013].

Habilitationsprojekt
: Stadttor und Stadteingang. Ein Beitrag zur Alltags- und Kulturgeschichte der kaiserzeitlichen Stadt.

Forschungsinteressen
  • Mobilität in der Antike
  • Kleinasien in der römischen Kaiserzeit
  • Griechische Historiographie
  • Historische Lebenswelt als Konzept althistorischer Forschung
  • Epigraphik
  • im 19. Jh.: Kolonial- und Missionsgeschichte (Australien/Südsee)
Veröffentlichungen

Monographien

  • Romanisierung in Kilikien? Das Zeugnis der Inschriften (Quellen und Forschungen zur Antiken Welt 46), München 2006 [Examensarbeit]. [link...] 2., erweiterte Auflage, mit einem Nachwort von Philipp Pilhofer (Quellen und Forschungen zur Antiken Welt 60), München 2015. [link...]
    Rezensionen: [2. Auflage] George Watson in BMCR 10 (2016), Nr. 56 || [1. Auflage] Olli Solomies in AE 2006, 618-619 (Nr. 1553) | Kurt Tomaschitz in sehepunkte 6 (2006), Nr. 9. 
  • Handlungsmotive bei Herodot (CBR 4), Stuttgart 2013 [Dissertation]. [link...]
    Rezensionen: Giovanni Ingarao in Klio 98 (2016), 322-329 | Carolyn Dewald in Mnemosyne 68 (2015), 1040-1044 | Christopher Baron in Histos 9 (2015), xix-xxiv | Helmut Löffler in Gnomon 87 (2015), 678-683 | Mathieu de Bakker in sehepunkte 14 (2014), Nr. 3 | Johannes Engels in Gymnasium 121 (2014), 195-196 | Dirk Fleischer in Das Historisch-Politische Buch (2014), 475-476 | Jakub Kuciak in Electrum 21 (2014), 165-168 | Katharina John bei H-Soz-u-Kult (11.11.2013).

Quellenedition

  • Als Pioniermissionar in das ferne Neu Guinea. Johann Flierls Lebenserinnerungen, herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Susanne Froehlich. Teil I: 1858-1886, Teil II: 1886-1941 (Quellen und Forschungen zur Südsee A.5), Wiesbaden 2015. [link...]
    Rezension: Ulrich van der Heyden in den Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Missionsgeschichte, Neue Folge 51 (März 2016).

Aufsätze

  • Antike Autoren über Kilikien. Überlegungen am Beispiel der Stadt Tarsos/Kilikia üzerine antik yazarlar. Tarsus şehri örneğinde düşünceler, in: Olba 17 (2009), 157-167.

  • Das Zollpersonal an den römischen Alpenstraßen nach Aguntum und Virunum, in: Klio 96 (2014), 67-92.

  • Unwritten history. Louise Flierl's everyday life on mission stations in Australia and New Guinea, in: Journal of Australian Studies 39.1 (2015), 79-91. [link...]

  • Qualität und Komplexität von Beziehungen in Ciceros sozialem Netzwerk, in: Thomas Späth und Eckhard Wirbelauer [Hg.]: Vers une nouvelle histoire sociale de l'Antiquité romaine (CBR 6), Stuttgart 2017 [in Druckvorbereitung].

  • La mission de Neuendettelsau en Nouvelle-Guinée allemande, in: Marc Spindler, Annie Bart und Gilles Vidal: Les missions allemandes. Leur liquidation et leur résilience 1914--1939, Paris 2017 [in Druckvorbereitung].

Lexikonartikel

  • Art. motivation, Art. Cilicia, Art. Cilix son of Agenor, Art. Sethos, in: Christopher Baron [Hg.]: The Herodotus Encyclopedia, 3 Bände [erscheint 2018 bei Wiley-Blackwell].

Rezensionen

  • Richard Hingley: Globalizing Roman Culture. Unity, diversity and empire, London/New York 2005, in: sehepunkte 6 (2006), Nr. 7/8 [15.07.2006]. [link...]

  • Sabine Hübner: Der Klerus in der Gesellschaft des spätantiken Kleinasiens (Altertumswissenschaftliches Kolloquium 15), Stuttgart 2005, in: Gnomon 85 (2013), 148-152 [mit Peter Pilhofer].

  • Stephen Mitchell und David French [Hg.]: The Greek and Latin Inscriptions of Ankara (Ancyra). Vol. I: From Augustus to the end of the third century AD, München 2012, in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 3 [15.03.2013]. [link...]

  • Katharina Wesselmann: Mythische Erzählstrukturen in Herodots Historien, Berlin 2011, in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 3 [15.03.2013]. [link...]

  • Edith Foster und Donald Lateiner [Hg.]: Thucydides and Herodotus, Oxford 2012, in: Klio 95 (2013), 534-536.

  • Beat Näf: Antike Geschichtsschreibung. Form - Leistung - Wirkung, Stuttgart 2010, in: sehepunkte 14 (2014), Nr. 3 [15.03.2014]. [link...]

  • Klaus Geus, Elizabeth Irwin und Thomas Poiss [Hg.]: Herodots Wege des Erzählens. Topos und Logos in den Historien (Zivilisationen & Geschichte 22), Frankfurt am Main/Bern/New York/Oxford 2014, in: sehepunkte 14 (2014), Nr. 5 [15.05.2014]. [link...]

  • Emily Baragwanath und Mathieu de Bakker [Hg.]: Myth, Truth, and Narrative in Herodotus, Oxford/New York 2012, in: Klio 97 (2015), 748-751.

  • Pietro Vannicelli: Resistenza e intesa. Studi sulle guerre persiane in Erodoto, Bari 2013, in: Gnomon 88 (2016), 84-86.

Aktuelle Vorträge (Auswahl)
  • locus horridus? Fictional topographies of the urban periphery in Petronius, Apuleius, and Horace (8.04.2016: Annual Conference der Classical Association, Edinburgh/UK).
  • Jede Mauer hat irgendwo ein Fensterchen, durch das man steigen kann. Offene Tore und städtische Sicherheitspolitik in der Römischen Kaiserzeit (20.05.2016: Forschungskolloquium bei Christoph Markschies, Patristik, HU Berlin).
  • Vom Schulbuben in Fürnried zum Südseemissionar und Kirchenvater. Lesung aus Johann Flierls Lebenserinnerungen (22.10.2016: Kirchengemeinde Fürnried/Gemeinde Birgland in Bayern).
  • Keine Durchfahrt für Schwerlasttransporte! Mobilität und Verkehrsregeln am Eingang der römischen Stadt (17.11.2016: Altertumswissenschaftliches Kolloquium "Antike Welten", TU Darmstadt, und 23.11.2016: Althistorisches Kolloquium bei Claudia Tiersch und Aloys Winterling, HU Berlin).
  • Entering a Roman city: Mobility and traffic regulation at the gates (22.03.2017: Classics Research Seminar, University of Edinburgh/UK).
  • »Nile boatmen, hog traders, and tourists shall not be impeded.« Inequality and discrimination at city entrances in the Roman Empire (4.05.2017: Konferenz „Unjust Borderlands: Injustice and Cultural bordering“ in Greifswald, veranstaltet durch das Graduiertenkolleg „Baltic Borderlands“ der Universitäten Greifswald, Lund und Tartu, in Kooperation mit dem in UC Santa Barbara’s Ancient Borderlands Cluster).

  • Im Transitbereich zwischen Stadt und Umland. Das kaiserzeitliche Stadttor und seine Funktionen im städtischen Alltag (5.-8.07.2017: Internationales Kolloquium zur Historischen Geographie des Altertums in Eichstätt, Ernst Kirsten Gesellschaft).

Aktuelle Lehrveranstaltungen (WS 2017/18)

Einführung in das Studium der Alten Geschichte

Die Veranstaltung dient der Einführung in die Arbeitsmethoden und Hilfsmittel der Alte Geschichte und bietet einen Überblick über wichtige Themenbereiche und Zugangsweisen. Der Gegenstand der Alten Geschichte wird zeitlich, geographisch und inhaltlich eingegrenzt und einführend vorgestellt. Sie lernen die wichtigsten althistorischen Nach-
schlagewerke, Datenbanken sowie Methoden der Literaturrecherche kennen und üben das Erstellen einer Bibliographie.

Da das wissenschaftliche Arbeiten im Fach eine entscheidende Kompetenz für Ihr weiteres Studium darstellt, werden insbesondere grundlegende Fragen rund um das Thema Hausarbeit besprochen: Wie erarbeite ich eine Fragestellung und Gliederung? Wie finde ich geeignete Quellen? Welchen Leitlinien sollte meine Interpretation folgen? Wie weise ich Zitate aus Quellen und Fachliteratur nach, und wie vermeide ich unabsichtliche Plagiate? Welche formalen Anforderungen sind beim Erstellen der Arbeit zu beachten?

Einen weiteren Schwerpunkt der Einführung bilden die Hilfsdisziplinen der Alten Geschichte, die sich unter anderem mit der antiken Geographie und Zeitrechnung, aber auch mit speziellen Quellengattungen wie Inschriften, beschrifteten Tonscherben, Papyri oder Münzen befassen. Die Studierenden erarbeiten sich einen Überblick über diese Spezialgebiete und lernen vertiefend konkrete Quellenbeispiele kennen. Auf diese Weise legen Sie einen ersten Grundstock für eine eigene Sammlung instruktiver und spannender Quellen zur Alten Geschichte, die Sie im Lauf Ihres Studiums erweitern
werden.

Der erfolgreiche Besuch der Einführung bildet die Voraussetzung für die Teilnahme an den althistorischen Proseminaren. Es wird dringend empfohlen, bereits parallel zum Besuch dieser Veranstaltung die für das Proseminar erforderlichen Lateinkenntnisse zu erwerben beziehungsweise aufzufrischen.

Einführungsliteratur: ECKHARD WIRBELAUER [Hg.]: Oldenbourg Geschichte-Lehrbuch Antike, 2. Auflage München 2007.ntike, 2. Auflage München 2007.

Ringvorlesung: local heroes. Greifswalder Altertumswissenschaftler von Weltrang

Die interdisziplinäre Ringvorlesung verfolgt das Ziel, die erfolgreiche Tradition der hiesigen Altertumswissenschaft bekannter zu machen. Damit wird einerseits von der Geschichte der altertumswissenschaftlichen Disziplinen, andererseits aber auch ein Stück Universitätsgeschichte erzählt.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert hat Greifswald in der Alten Geschichte, der Klassischen Philologie und in den einschlägigen Fachrichtungen der Theologie eine ganze Reihe von Professoren vorzuweisen, die noch heute eine weltweite Reputation genießen: Eduard Norden, Otto Seeck, Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, Konrat Ziegler, Julius Wellhausen und andere waren Wissenschaftler von Weltrang. Entgegen ihrer Bedeutung im Fach gelten diese Professoren hier in Greifswald aber keineswegs als local heroes, sondern sind unter Studierenden und in der städtischen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Die Ringvorlesung stellt sich daher der Aufgabe, einige ausgewählte Forscherpersönlichkeiten mit ihrer Biographie und fachlichen Leistung zu würdigen. Der Fokus liegt dabei auf ihrer Zeit in Greifswald. Die einzelnen Vorträge der Ringvorlesung bieten unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte unserer Universität und zeichnen ein anschauliches und Bild vom akademischen Leben im Greifswald des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Das Programm wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben. Die geplanten Vorträge behandeln die Althistoriker Otto Seeck, Josef Keil und Konrat Ziegler, die Philologen Franz Susemihl, Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, Eduard Norden, Franz Dornseiff, Georg Kaibel sowie die Theologen Julius Wellhausen und Ernst Lohmeyer.

Hauptseminar: Berufsleben in der römischen Kaiserzeit

Die Geschichte der römischen Kaiserzeit wird oft als Abfolge der einzelnen Herrscher erzählt. Dieses Seminar wählt eine ganz andere Perspektive, nämlich eine alltags- und sozialgeschichtliche. Welche Berufe gab es überhaupt vor 2000 Jahren? Wie sah die spezifische Berufstätigkeit von Frauen aus? Welche Bewandnis hat es mit den römischen Berufsvereinen? Das Berufsbild des Senators oder des Soldaten sind dabei ebenso Gegenstand des Seminars wie das der Henkelflaschenmacherin oder des Arztes, aber beispielsweise auch die am kaiserlichen Hof vertretenen Spezialisierungen, vom Sonnenschirmträger bis hin zum Geflügelvorschneider. Auch wenn die Quellen aus Rom selbst einen Schwerpunkt des Seminars bilden, werden wir darüberhinaus verschiedene Orte in der Provinz kennenlernen.

Der Nachweis über die vorausgesetzten Lateinkenntnisse (Schwerpunktmodul: fachspezifische Kenntnisse, Aufbaumodul: Latinum) ist vor Vorlesungsbeginn bei Frau Szkola im Sekretariat vorzulegen.

Literatur: Géza Alföldy: Römische Sozialgeschichte, 4., völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage Stuttgart 2011. Steffen Unger: Vorkoster gesucht! 100 Berufe aus der Antike, Darmstadt 2015.

Übung mit Tagesexkursion: Inschriften lesen, verstehen und interpretieren

Inschriften sind eine der vielseitigsten und interessantesten, aber auch eine sehr anspruchsvolle Quellengattung. Manch einer schätzt Inschriften für ihre Alltagsnähe und Detailfreude, manch anderem gefällt es, an fragmentarischen Texten oder lateinischen Abkürzungen herumzuknobeln, und wieder andere arbeiten gerne einmal mit "handfestem" archäologischem Material. In der Übung werden Inschriften aus unterschiedlichsten Kontexten gelesen und interpretiert.

Anhand moderner Inschriften, die im Greifswalder Stadtbild zu finden sind, lernen die Teilnehmer zunächst, wie man eine Inschrift handwerklich korrekt aufnimmt und ediert. Sie lernen dann antike Inschriften mit ihren unterschiedlichen Gattungen und Funktionen kennen und diskutieren die Schwierigkeiten ihrer historisch angemessenen Interpretation. Ein Schwerpunkt liegt auf Texten aus der römischen Kaiserzeit, weshalb sich der Besuch der Übung auch in Ergänzung zum Hauptseminar empfiehlt.

Es werden Latein- (oder Griechisch)kenntnisse vorausgesetzt.

Literatur: Manfred Schmidt: Lateinische Epigraphik. Eine Einführung, 3. Auflage Darmstadt 2015. B.H. McLean: An introduction to Greek epigraphy of the Hellenistic and Roman periods, Ann Arbor 2002.

Examenskolloquium

Die Teilnahme am Examenskolloquium ist für alle Staatsexamenskandidaten, die sich in der Alten Geschichte (mündlich oder schriftlich) prüfen lassen wollen, verpflichtend.