Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit

Chair of Modern History


Der von Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North vertretene Lehrstuhl forscht und lehrt im Zeitraum zwischen 1500 und 1800, also von der Zeit des Beginns der Europäischen Expansion und der Reformation bis zum Ende der Napoleonischen Kriege und des Wiener Kongresses.

Die Schwerpunkte liegen dabei im Bereich der Geschichte des Alten Reiches, doch bieten die Mitarbeiter des Lehrstuhls auch Themen europäischer (Geschichte verschiedener europäischer Länder; Kulturtransferforschung; Technikgeschichte) und außereuropäischer Art (Geschichte des British Empire; Civil War; Europäische Expansion nach Amerika, Afrika und Asien) an.

Diese große Themenausrichtung spiegelt sich auch in den zahlreichen Forschungsprojekten wider (Graduiertenkolleg 619 "Kontaktzone Mare Baltikum", Internationalen Graduiertenkolleg 1540 "Baltic Borderlands"; NIAS Research Group "The Reception of Netherlandish Art" und weiteren Forschungskooperationen wie z.B. mit Brasilien [Florianopolis], USA [Berkeley], Japan [Kyoto]).

Kontakt

Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North

Rubenowstraße 2
17487 Greifswald

Tel.: +49 (0)3834 420 3308/-3309

northuni-greifswaldde


News

26.09.2018: Dr. Ruth S. Noyes (Wesleyan University) forscht im Wintersemester 2018/2019 in Greifswald

Research Project "'Translatio'. (Re)moving Relics and Reforming the Holy in Early Modern Borderlands"

Funded by Fritz Thyssen Foundation

Ruth S. Noyes, PhD

6.07.2018: Wissenschaftliche Kontroversen zu Grenzen und Konflikten des Ostseeraumes

Publikationen des „Baltic Borderlands“ – Foto: Jan Reinicke
Address by Barbara Törnquist-Plewa (Lund)
Address by Anti Selart (Tartu)

Seit 2009 haben Wissenschaftler aus Greifswald, Schweden und Estland fächerübergreifend zu den Grenzen und Konflikten des Ostseeraums geforscht. Eine Konferenz an der Universität Greifswald bildete nun den Abschluss des DFG-Graduiertenkollegs „Baltic Boderlands: Shifting Boundaries of Mind and Culture in the Borderlands of the Baltic Sea Region“ („Grenzräume in der Ostseeregion: Der Wandel kultureller und mentaler Grenzen im Ostseeraum“). Am 28. und 29. Juni 2018 diskutierten 55 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Einfluss von Medien auf Grenzbildungen und die Rolle von Grenzen in den Medien.

Die Grenzen des Ostseeraumes sind nicht mehr nur Linien auf einer Karte. Sie bestehen auch nicht mehr nur aus Zäunen, Grenzpfosten oder Grenzkontrollen. Grenzen und Grenzräume entstehen vielmehr überall dort, wo zwei oder mehr Kulturen aufeinandertreffen: auf dem Land, auf dem Meer oder auch in der digitalen Welt. Aber wer hat die Macht, die zukünftigen Grenzen unserer Gesellschaften auszuhandeln? Welche sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Kennzeichen markieren die Unterschiede, die zukünftige Grenzen charakterisieren? Welchen Einfluss hatten Medien auf Grenzbildungen in der Vergangenheit bzw. wie beeinflussen sie diese in der Zukunft?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Konferenz, die zugleich den Abschluss des Forschungsverbundes „Baltic Borderlands“ bildete. Nach neun Jahren gemeinsamer Doktorandenausbildung der Universitäten in Lund (Schweden), Tartu (Estland) und Greifswald haben mehr als vierzig Doktoranden, drei Postdoktoranden und zahlreiche Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften das Thema des Grenzraums in ihren Dissertationen und Forschungsprojekten untersucht. Forschungsergebnisse zu Dynamiken im Grenzraum und zu Grenzbildungsprozessen wurden in drei einflussreichen Debattenbeiträgen publiziert: „Die Neuerfindung des Raumes. Grenzüberschreitungen und Neuordnungen“ (Böhlau, 2013), „Beyond the Sea. Manifold Dimensions of Water as Bridge and Barrier“ (Böhlau, 2015) sowie „Globalizing Borderlands Studies in Europe and North America“ (Nebraska University Press, 2016).

Zahlreiche Alumni des Forschungsverbundes berichteten nach der Tagung über ihren beruflichen Werdegang, beispielsweise als Wissenschaftlerin an einer finnischen Hochschule in Joensuu, als Kuratorin für Alte Meister im Nationalmuseum von Oslo oder als Postdoktorandin am Herder-Institut in Marburg. Sie bestätigten damit nicht nur den Forschungs- und Lehrerfolg des Graduiertenkollegs, sondern hoben zugleich die Bedeutung der Greifswalder Graduiertenausbildung für ihre erfolgreiche internationale Karriere hervor.

Weitere Informationen:
Graduiertenkolleg "Baltic Borderlands"

1.07.2018: Kooperation mit Hanoi

Prof. Pham Quang Minh, Rektor der University of Social Sciences and Humanities in Hanoi, sprach am 1. Juli 2018 über vietnamesiche Identität im Rahmen der Vorlesung „Europa und Asien“ in Greifswald.

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1.02.2018: Stipendiat der Humboldt-Stiftung forscht am Historischen Institut in Greifswald

Prof. Dr. Marten Seppel – Foto: Magnus Schult, Universität Greifswald

Der estnische Wissenschaftler Prof. Dr. Marten Seppel hat im Januar einen einjährigen Forschungsaufenthalt an der Universität Greifswald begonnen. Im Rahmen eines Humboldt-Forschungsstipendiums für erfahrene Wissenschaftler ist er bei Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North am Historischen Institut zu Gast. Er forscht zum Thema „Leibeigenschaft im frühneuzeitlichen Europa“. Professor Seppel ist Assoziierter Professor für Frühneuzeitliche Geschichte an der Universität Tartu in Estland.
Das Historische Institut heißt seinen Gast willkommen und freut sich auf spannende Impulse für die Forschung. „Wir sind stolz, dass mit Herrn Professor Seppel ein weiterer international ausgewiesener Spitzenforscher das Historische Institut in Greifswald für seinen Humboldt-Forschungsaufenthalt gewählt hat. Dies zeigt, dass wir international wahrgenommen werden und Greifswald als Standort der historischen Ostseeraumforschung für Wissenschaftler aus dem Ausland attraktiv ist“, freut sich Gastgeber Prof. Michael North, Geschäftsführender Direktor des Historischen Instituts.

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Prof. Dr. Marten Seppel

marten.seppel(at)uni-greifswald(dot)de
http://ut-ee.academia.edu/MartenSeppel 


Pressemitteilung im Nordkurier, 12. Juni 2017

Forscher von der Küste international immer erfolgreicher (von Jochen Zenthöfer)

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Publications

Y. Kikuchi, Hamburgs Ostsee- und Mitteleuropahandel 1600-1800: Warenaustausch und Hinterlandnetzwerke (Wirtschafts- und Sozialhistorische Studien, Band 20), Köln (Böhlau) 2018.

E. Wagner, Die Nationaltrachtsdebatte im 18. und 19. Jahrhundert. Motivation und Durchsetzung einer nationalen Kleidertracht in Schweden, Deutschland und Dänemark (Nordische Geschichte, Bd. 12), Berlin (LIT) 2018.

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M. North, Sadama ja silmapiiri vahel. Maailma merede ajalugu, Tallinn (Varrak) 2018.
(Estonian translation of " wischen Hafen und Horizont. Weltgeschichte der Meere")

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Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters. München (Hirmer Verlag) 2017 (ed. togehter with Franz Wilhelm Kaiser and Kathrin Baumstark).

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J. W. I. Lee/M. North (eds.), Globalizing Borderlands Studies in Europe and North America, Lincoln (Nebraska University Press) 2016.

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M. North, Zwischen Hafen und Horizont. Weltgeschichte der Meere, München (C. H. Beck) 2016.

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Besprechungen

  • "Das Sachbuchquartett" (23. February 2017), Link
  • Frankfurter Allgemeine Zeit (16. March 2017), Link  

M. North, The Baltic. A History, Cambridge (Harvard University Press) 2015.
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M. North, Läänemere Ajalugu. Kaubandus ja kultuurid, Tallinn 2015.
(Estonian translation of "Geschichte der Ostsee")
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M. North, Kommunikation, Handel, Geld und Banken in der Frühen Neuzeit (Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 59), 2., um einen Nachtrag erweiterte Auflage, München (De Gruyter/Oldenbourg) 2014.

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Th. DaCosta Kaufmann/M. North (Hgg.), Mediating Netherlandish Art and Material Culture in Asia, Amsterdam (Amsterdam University Press) 2014.

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M. North, Hollanda Altın Çağı'nda Sanat ve Ticaret, Istanbul (İletişim Yayınları) 2014.
Türkische Übersetzung von "Das Goldene Zeitalter. Kunst und Kommerz in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts".

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M. North, Genuss und Glück des Lebens.
人生の愉楽と幸福
ドイツ啓蒙主義と文化の消費
ミヒャエル・ノルト:著, 山之内 克子:訳, Tokyo (Hosei University Press) 2013.
Japanische Übersetzung von "Genuss und Glück des Lebens. Kulturkonsum im Zeitalter der Aufklärung".

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A. Drost/M. North (Hgg.), Die Neuerfindung des Raumes. Grenzüberschreitungen und Neuordnungen, Köln [u.a.] 2013.
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M. North, Gerhard Morell und die Entstehung einer Sammlungskultur im Ostseeraum des 18. Jahrhunderts (Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte; 15), Greifswald 2012.

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M. North, The Expansion of Europe, 1250-1500 (Manchester Medieval Studies), Manchester 2012.

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R. Riemer, Frankfurt und Hamburg vor dem Reichskammergericht. Zwei Handels- und Handwerkszentren im Vergleich (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich; 60), Köln/Weimar/Wien 2012.
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J. Driesner, Bürgerliche Wohnkultur im Ostseeraum. Stralsund, Kopenhagen und Riga in der Frühen Neuzeit (Wirtschafts- und Sozialhistorische Studien; 18), München 2012.
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Kontakt

Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Rubenowstraße 2
17487 Greifswald

Tel.: +49 (0)3834 420-3309
north[at]uni-greifswald[dot]de