In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:
- wie der griechische Historiker Plutarch den Überfall der Kelten auf Rom erklärt,
- wo der Unterschied zwischen Kelten und Galliern liegt,
- wie die Furcht vor den Kelten noch Jahrhunderte nach dem Überfall politisch genutzt wird,
- wie der Historiker Titus Livius die römische Geschichte in Zyklen von rund 400 Jahren einteilt.
Schon Wochen vor dem 18. Juli 390 v. Chr. verbreitet sich im alten Rom die Nachricht, dass die Kelten aus dem Norden über die Alpen gezogen und mit Riesengeschrei in Italien eingefallen seien.
Jeder Römer weiß auch nach Jahrhunderten noch, was sich an jenem heißen Sommertag des 18. Juli 390 vor Chr. etwa 15 Kilometer nördlich von Rom ereignet. Da, wo das kleine Flüsschen Allia in den Tiber mündet.
Die Römer sehen sich umringt von Feinden. Schrecken und Panik verbreiten sich. Zu richtigen Kämpfen kommt es gar nicht. Die Römer fliehen Richtung Tiber, wo viele in den Strudeln ertrinken. Andere retten sich ins benachbarte Veji, wieder andere flüchten zurück nach Rom, zu ihren Frauen und Kindern.
Die Kelten fallen in Rom ein. Sie verwüsten die Stadt, morden, rauben und setzen vieles in Brand. Die Römer flüchten mit Waffen, Getreide und Gold hoch auf die Burg und das Kapitol.
Das sind die wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Simon Lentzsch (Althistoriker, Universität Greifswald)
- Uwe Walter (Althistoriker, Universität Bielefeld)
- Simon Lentzsch: Roma Victa. Von Roms Umgang mit Niederlagen. Berlin 2019
- Titus Livius: Ab Urbe Condita. Buch IV-VI., Römische Geschichte. Düsseldorf/Zürich 1991
- Uwe Walter: Memoria und res publica. Zur Geschichtskultur im republikanischen Rom. Frankfurt 2004
Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Marfa Heimbach - Redaktion: Emily Jeuckens und Sefa Inci Suvak - Technik: Sarah Fitzek
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