Medieninformationen - Pressemitteilungen

18.07.2017: Umzug ins sanierte Historische Institut der Universität Greifswald beginnt
Foto: Kilian Dorner

Am Montag, 17. Juli 2017, begann der Umzug der Studierenden und Mitarbeitenden des Historischen Instituts in das sanierte Gebäude Domstraße 9 A. Der Betrieb für Bau- und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL) hat von 2015 bis 2017 das denkmalgeschützte Bauwerk für 4,5 Millionen Euro saniert. Fast alle Lehrstühle des Historischen Instituts werden dort untergebracht sowie zwei Hörsäle und drei Seminarräume.

Nachdem mehrere größere Putzstücke herabgefallen waren und sich deutliche Risse in der Außenwand zeigten, wurde das Gebäude im Jahre 2010 untersucht. Aus Sicherheitsgründen wurde es im selben Jahr komplett gesperrt.

Im Juli 2015 begann die Sanierung und Ende Juni 2017 konnte das Gebäude an die Universität übergeben werden. Die ursprünglichen Stilelemente des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahr 1911 blieben weitestgehend erhalten. So wurde zum Beispiel das alte Gestühl im Hörsaal aufgearbeitet und das historische Farbkonzept übernommen. Überraschender Blickfang ist die Deckenmalerei über dem Treppenhaus. Neu sind ein Aufzug sowie eine Rampe vor dem Eingangsbereich, damit kann das Gebäude barrierefrei erreicht und genutzt werden. Auch Küchen sowie komplett neue Sanitäranlagen gehören zur Ausstattung. Zudem wurde eine Außentreppe als zweiter Rettungsweg gebaut. Die Bibliothek musste mit der Schließung im Jahr 2010 verlegt werden. Sie befindet sich jetzt in der Bereichsbibliothek am Campus Loefflerstraße. Die Bibliotheksräume im Historischen Institut wurden zu Büroräumen umgebaut.


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Insgesamt wurden 34 Bauaufträge vergeben, davon alleine 27 an Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern.

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1
17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelle(at)uni-greifswald(dot)de 

01.06.2017: Greifswalder ist neuer Ehrendoktor an der Universität Helsinki
Prof. Dr. Dr. h.c. Jens E. Olesen

Dem langjährigen Lehrstuhlinhaber und Ordinarius für Nordische Geschichte, Prof. Dr. Jens E. Olesen, wurde Ende Mai 2017 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Helsinki verliehen. Anlässlich der 100-jährigen Selbstständigkeit Finnlands sowie dem Beginn der Reformation vor 500 Jahren wurden mehrere Ehrendoktorwürden verliehen. Auch der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wurde in Abwesenheit die hohe Ehre zu Teil.

Während der mehrstündigen Zeremonie in der großen Aula waren viele Hundert Doktorinnen und Doktoren anwesend. Professor Olesen wurden feierlich die Urkunde und die Doktorinsignien – ein Schwert und ein Hut – überreicht. „Ich bin sehr gerührt. Die Atmosphäre in der altehrwürdigen Aula der Universität war toll. So etwas erlebt man nicht alle Tage“, sagte der Historiker.

Die Universität Helsinki, im Jahre 1640 gegründet, ist die älteste Universität Finnlands. Sie pflegt mit der Überreichung der Universitätsinsignien eine mehrhundertjährige Tradition. Das Schwert steht symbolisch für die Verteidigung der Wissenschaften. In seiner Dankesrede ging Professor Olesen auf die zentrale Bedeutung der Universitäten für die Aufrechterhaltung der freien und kritischen Meinungsbildung sowie auf Aspekte der langen und heroischen Geschichte Finnlands ein.

Prof. Dr. Jens E. Olesen forscht und lehrt seit 1996 skandinavische und finnische Geschichte an der Universität Greifswald. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem die dänischen und schwedischen Kreuzzüge, die Kalmarer Union von 1397 bis 1520 und die nordische Geschichte des 19. Jahrhunderts. Professor Olesen pflegt seit langem Kooperationen mit Kollegen an der Universität Helsinki und mit anderen Universitäten und Forschungsinstitutionen in Finnland und Skandinavien. Er hat den Dialog mit den baltischen Ländern aktiv vorangetrieben.

 

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04.01.2017: Grenzüberschreitung – deutsch-amerikanisches Buch über Grenzen erschienen
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North - Foto: Kilian Dorner

Doktoranden und Professoren aus Greifswald und Santa Barbara (USA) haben einen gemeinsamen Sammelband veröffentlicht. Die Autorinnen und Autoren vergleichen Grenzräume in der Antike, im amerikanischen Westen und in der Ostseeregion. Die Publikation „Globalizing Borderlands Studies in Europe and North America“ erschien in der Reihe „Borderlands and Transcultural Studies“ bei University of Nebraska Press. Herausgeber sind die Professoren John W.I. Lee (University of California at Santa Barbara) und Michael North (Universität Greifswald).

Der Vergleich von Grenzräumen in verschiedenen Regionen der Welt und zu unterschiedlichen Zeiten gibt Einblicke in die militärische, religiöse, ökonomische, politische und kulturelle Interaktion in diesen Räumen. Deutlich wird auch, dass Abgrenzungs- und Entgrenzungsprozesse eine wichtige Rolle spielen und wissenschaftlich genauer untersucht werden müssen. Dies betrifft unter anderem die durch die EU-Osterweiterung entstandenen neuen Außengrenzen gegenüber Russland, aber ebenso die Abschottung der USA. gegenüber Mexiko. Sie werden nicht nur durch die tagesaktuelle Politik bestimmt, sondern auch durch langlebige Deutungs- und Verhaltensmuster.

In dem Band findet daher der Austausch der indigenen Bevölkerung Nordamerikas untereinander und mit den europäischen Kolonialmächten ebenso Beachtung wie die Migration in den Grenzräumen zwischen Mexiko und den USA. Diese werden mit grenzüberschreitenden Aktivitäten in Schwedisch-Pommern, Kurland, Litauen und Weißrussland kontrastiert. Ein Vergleich mit dem Römischen Reich zeigt die lange Kontinuität imperialer Grenzziehungen.

Seit 2010 arbeiten das Greifswalder Internationale Graduiertenkolleg Baltic Borderlands: Shifting Boundaries of Mind and Culture in the Borderlands of the Baltic Sea Region und die Ancient Borderlands Research Focus Group der University of California at Santa Barbara zusammen. Jüngstes Ergebnis ist der herausgegebene Band, mit dem die europäische und amerikanische Forschung zum Thema in einen Dialog treten. Dies ist auch das Ziel der regelmäßig in Santa Barbara und Greifswald stattfindenden Konferenzen. So wird Greifswald vom 3. bis zum 5. Mai 2017 Gastgeber der Tagung Unjust Borderlands: Injustice and Cultural Bordering sein.

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J. W. I. Lee/M. North (Hg.), Globalizing Borderlands Studies in Europe and North America.
Lincoln: University of Nebraska Press, 2016. – ISBN: 978-0-8032-8562-0. – 288 S.; $ 60.00
Verlagsseite zum Buch

Inhaltsübersicht

 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North

Sprecher des Internationalen Graduiertenkollegs „Baltic Borderlands“
Rubenowstraße 2
17489 Greifswald
north(at)uni-greifswald(dot)de
GK Baltic Borderlands

08.12.2016: Jacob Wallenius – Ein autobiografischer Einblick in die schwedische Universität Greifswald

08.12.2016: Jacob Wallenius – Ein autobiografischer Einblick in die schwedische Universität Greifswald

Buchcover - Foto: Jan Meßerschmidt

„Jacob Wallenius. Einige Begebenheiten meines Lebens“ so lautet der Titel der jüngsten Ausgabe der von Prof. Jens E. Olesen herausgegebenen Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte. Herausgeber der Autobiographie des Schweden Jacob Wallenius (1761–1819) ist Dr. Dirk Alvermann, der Archivar der Universität Greifswald. Die Autobiographie gehört zu den wenigen literarisch anspruchsvoll gestalteten Selbstzeugnissen aus der Zeit von Schwedisch-Pommern. Immer wieder gewährt Wallenius in seiner Niederschrift auch einzigartige Einblicke in das akademische Leben der Universität Greifswald.

Jacob Wallenius entstammt einer schwedischen Pfarrersfamilie aus Uppland. Nach dem Studium in Uppsala ließ er sich 1785 in Greifswald nieder. Hier wirkte er ab 1786 als Vizebibliothekar der Akademischen Bibliothek, später als Professor für deutschen Stil, Ästhetik, Latinität und alte Sprachen. Im Jahre 1810 wurde er als Pastor nach Patzig auf Rügen berufen.

Die Autobiographie umfasst Wallenius‘ Jugendjahre in Schweden und seine Erlebnisse in Pommern und Mecklenburg bis zum Jahr 1800. Sie vermittelt Einblicke in Alltag und Kultur des städtischen und akademischen Milieus in Greifswald und Stralsund und der damals hier lebenden Schweden. Ausführlich beschreibt Wallenius den akademischen Betrieb seiner Zeit, das Alltagsleben, die Karriereträume und auch die wirtschaftlichen Sorgen junger Dozenten, die den heutigen gar nicht so unähnlich sind.

Besondere Aufmerksamkeit widmet er der Erzählung seiner Privatfehden mit dem schwedischen Philosophen Thomas Thorild, der 1795 nach Greifswald berufen wurde. Thorild bekam den Posten als Bibliotheksdirektor, auf den Wallenius spekuliert und ausdauernd hingearbeitet hat. Eingebunden in seine persönlichen Befindlichkeiten gewährt er interessante Einblicke in die Machtkämpfe und Intrigengeflechte am damaligen Regierungssitz Stralsund, zu dessen schwedischen Protagonisten er enge Beziehungen unterhielt.

Immer wieder lässt er auch tagespolitische Themen, etwa den russisch-schwedischen Krieg 1788–1790 oder die Ermordung Gustavs III. 1792, in seine Darstellung einfließen und beschreibt die Echos dieser Ereignisse in Greifswald.

Mit besonderer Intensität beschreibt Wallenius seine Zeit als Privatlehrer der mecklenburgischen Prinzessin Luise Charlotte in Ludwigslust und Schwerin. Die kurzzeitige Verlobte des schwedischen Königs Gustav Adolf IV. (die Verlobung wurde später aus politischen Gründen aufgelöst) unterrichtete er in schwedischer Sprache und Geschichte.

Wallenius‘ Autobiographie ist nicht nur eine wertvolle kulturgeschichtliche Quelle, sondern auch eine spannende und unterhaltsame Lektüre. Nach den Lebenserinnerungen des Greifswalder Juristen Augustin von Balthasar (1701–1786) ist Wallenius‘ Werk die zweite Autobiographie eines Greifswalder Professors, die Dr. Dirk Alvermann herausgegeben hat. Das Buch ist in der Reihe der Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte als Band 22 erschienen.

Weitere Informationen
Jacob Wallenius. Einige Begebenheiten meines Lebens, hg. v.  Dirk Alvermann (Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte, Band 22), Greifswald 2016, ISBN 978-3-86006-445-0

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Dr. Dirk Alvermann
Universitätsarchiv
Baderstraße 4/5
17489 Greifswald
Telefon 03834 86-1156
archiv(at)uni-greifswald(dot)de

Prof. Dr. Jens E. Olesen 
Lehrstuhl für Nordische Geschichte
Bahnhofstraße 51
17489 Greifswald
Telefon 03834 86-3330
olesen(at)uni-greifswald(dot)de

24.11.2016: Dr. Jenny Linek erhält Genderpreis 2016

Der Genderpreis der Universität Greifswald wurde in diesem Jahr an Georg Brosche und Dr. Jenny Linek vergeben. Rektorin Prof. Dr. Johanna Eleonore Weber überreichte die Preisurkunden am 23. November 2016. Mit diesem Preis werden jährlich wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die die Geschlechterperspektive in besonderer Weise berücksichtigen.

Dr. Jenny Linek hat eine Promotionsarbeit in Neuerer Geschichte eingereicht; ihr Thema „Politik und Praxis der Prophylaxe in der DDR unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterperspektive“. In der DDR galt eine Egalität des Geschlechterbildes, und diese war somit auch in der Prophylaxe und Gesundheitsfürsorge zu erwarten. Jenny Linek untersuchte unter anderem sogenannte Ego-Dokumente, also Eingaben und Beschwerden von Privatpersonen, die beim Gesundheitsministerium der DDR oder dem Deutschen Hygiene-Museum eingereicht wurden. Frau Linek hat sich mit diesen DDR-spezifischen Archivquellen innovativ unter gendergeschichtlichem Blickwinkel auseinandergesetzt. Im Ergebnis stellt Dr. Linek fest, dass die für die Gesundheitspolitik verantwortlichen Leitungskader eine Ignoranz gegenüber präventiven Anliegen an den Tag legten und die Gesundheitserziehung insgesamt eher belächelt wurde, da sie an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei agierte. Es wird in der Arbeit gezeigt, dass ostdeutsche Frauen den ostdeutschen Männern in der Gesundheitsfürsorge beispielsweise in Bezug auf Zigaretten- und Alkoholkonsum sowie ungesunde Ernährung ähnlicher waren als den westdeutschen Frauen. Am Thema wird auch das Spannungsfeld zwischen männlicher Hegemonie und weiblicher Emanzipation aufgezeigt.
Die Arbeit wurde in beiden Gutachten mit der Note magna cum laude bewertet und ist inzwischen unter dem Titel Gesundheitsvorsorge in der DDR zwischen Propaganda und Praxis im Franz Steiner Verlag erschienen.

Der Genderpreis wird jährlich einmal von Rektorat und der Senatsgleichstellungskommission der Universität Greifswald vergeben. Eingereicht werden können aktuelle wissenschaftliche Abschlussarbeiten sowie Promotionsarbeiten aus allen Fakultäten der Universität Greifswald einschließlich der Universitätsmedizin.


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Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Ruth Terodde
Gleichstellungsbeauftragte

17.11.2016: Melina Hubel erhält den Förderpreis der Sparkasse Vorpommern

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der polnischen Kulturwoche „polenmARkT“ erhielt Frau Melina Hubel am 17. November 2016 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald den Förderpreis der Sparkasse Vorpommern. Die ihrer Bachelorarbeit befasste sich Frau Hubel mit der Auswertung von Auschwitz-Zeugnissen von Vrba-Wetzler und Witold Pilecki. Der Förderpreis „Für Verdienste um die deutsch-polnische Zusammenarbeit“ wurde bereits zum 17. Mal verliehen.

Weitere Informationen
slawistik.uni-greifswald.de/info/polenmarkt/preistraeger-des-foerderpreises-der-sparkasse-vorpommern/

28.09.2016: Nordeuropäische Geschichte – Die ersten Könige der Kalmarer Union
Cover Buch Kalmarer Union

Unter dem Titel „Erich von Pommern und Christopher von Bayern. Studien zur Kalmarer Union“ ist aktuell Band 21 in der Reihe „Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte“ erschienen. Prof. Dr. Jens E. Olesen widmet sich in 17 Aufsätzen den wichtigsten Themen und Problemen der Kalmarer Union. Speziell wird die Zeit während der Regentschaft der zwei ersten skandinavischen Könige beleuchtet (1397–1448).

Erich von Pommern machte unter den pommerschen Herzögen die größte Karriere. Er wird gekrönter König (1397) über die drei skandinavischen Reiche, darunter Island und Finnland. Das Buch greift zentrale Themen seiner Regierungszeit auf wie seine alleinherrschende Regierungsweise, die Rolle des so genannten „Birgittiner-Ordens“ und das Verhältnis zu den holsteinischen Grafen und den Hansestädten. Weiter behandelt der Band Erichs Stellungnahme und Politik gegenüber dem Deutschen Orden nach der Niederlage bei Tannenberg (1410), die Islandfrage und die Bedeutung der pommerschen Herzöge in der nordischen Politik. Die Absetzung des Königs (1438–1441) durch die Reichsräte wird ebenfalls in Augenschein genommen sowie die nachfolgenden Jahre auf Gotland (1438–1449), bevor Erich von Pommern zu seinem Stammherzogtum in Hinterpommern zurückkehrt und dort verstirbt (1459).

Ihm folgt auf den Unionsthron (1440–1442) der Sohn seiner Schwester Christopher von Pfalz-Neumarkt. Mit Unterstützung der Hanse und Herzog Adolf VIII. von Schauenburg kann dieser seine Regentschaft befestigen. Besonders seine Krönung (1443), seine Lehnspolitik und Regierungsweise gegenüber seinem bayrischen Stammherzogtum werden in der Publikation aufgegriffen. Nach dem frühen Tod von König Christopher (1448) wird nach einem Interregnum Christian I. von Oldenburg zum dänischen König und Karl Knutsson (Bonde) zum schwedischen König gewählt. Beide kämpfen in Folge um Gotland und Norwegen. Diese komplizierten Ereignisse bahnen letztendlich den Weg für die Unionskriege. Sie dauern mit Unterbrechungen bis zum Stockholmer Blutbad (1520) an, dem Ende der Union.

Band 21 erscheint in der Reihe des Lehrstuhls für Nordische Geschichte. Der Autor der Publikation Prof. Dr. Jens E. Olesen forscht und lehrt seit 20 Jahren an der Universität Greifswald.

Weitere Informationen
Jens E. Olesen: Erich von Pommern und Christopher von Bayern. Studien zur Kalmarer Union.
340 Seiten. ISBN 978-3-86006-443-6. EUR 16,00.

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Jens E. Olesen
Lehrstuhl für Nordische Geschichte
Telefon 03834 86-3330/-3331
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29.08.2016: Buch über die Weltgeschichte der Meere erhält Förderpreis
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North

Heute (29.08.2016) erscheint das Buch „Zwischen Hafen und Horizont. Weltgeschichte der Meere“ von Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North im C. H. Beck Verlag. Im September wird dem Autor dafür der Förderpreis von der Stiftung zur Förderung der Schifffahrts- und Marinegeschichte verliehen.

Prof. Dr. Dr. h.c. North bietet in seinem Buch einen Überblick über die verschiedenen Rollen des Meeres in der Weltgeschichte. Dabei berichtet er nicht nur über die Möglichkeiten, die das Meer uns offeriert, sondern schildert auch Gefahren. Das Meer bietet einen unerschöpflich scheinenden Reichtum an Lebensformen und Nahrung. Es dient als Brücke der Kulturen zum Austausch von Wissen und Waren. Es inspiriert Schiffsbauer, schafft Arbeitsplätze und zieht Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen an. Doch neben diesen positiven Aspekten birgt das Meer auch Gefahren. Neben den Bedrohungen, die wesensmäßig von diesem Naturraum ausgehen, können dies beispielsweise Piraten oder kriegsführende Staaten sein. Doch auch die skrupellose Zerstörung dieses einzigartigen Lebensraums durch den Menschen kann zur Gefahr werden.

Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North erhält den Förderpreis der Stiftung zur Förderung der Schifffahrts- und Marinegeschichte am 24. September 2016 in der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund in Berlin. Die Stiftung vergibt diesen Preis alle zwei Jahre, um herausragende, aktuelle und innovative Studien zur Schifffahrts- und Marinegeschichte auszuzeichnen. Den Preis erhalten deutschsprachige Autoren, die einen substanziellen Beitrag zur geschichtswissenschaftlichen Forschung auf dem Feld der Schifffahrts- und Marinegeschichte geleistet haben und deren Werk dazu beiträgt dieses Themenfeld einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Weitere Informationen
C.H. Beck Verlag

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Rubenowstraße 2
17489 Greifswald
Telefon 03834 86-3308
north(at)uni-greifswald(dot)de

03.06.2016: Greifswalder Historiker veröffentlicht in Cambridge zur nordeuropäischen Geschichte
Prof. Dr. Jens Olesen - Foto: Jan Meßerschmidt

Soeben ist im renommierten Verlag Cambridge University Press ein umfassendes Werk zur Geschichte Skandinaviens und Finnlands von der Reformation bis zur Etablierung der Nationalstaaten (1520–1870) erschienen. Der Band ist Nummer 2 in der Reihe der Cambridge History of Scandinavia und vom Lehrstuhlinhaber für Nordische Geschichte der Universität Greifswald, Prof. Dr. Jens E. Olesen, und seinem finnischen Kollegen Prof. Dr. Erkki I. Kouri herausgegeben worden.

Auf mehr als 1.200 Seiten (inklusive Karten, Tabellen und Statistik) wird eine Vielfalt von Themen behandelt, unter anderem Reformation und Reorganisation, materielle Expansion, die skandinavischen Machtstaaten, der Kampf um die Ostseeherrschaft, Handel und Wirtschaft, Gesellschaftsentwicklung, soziale und politische Strukturen und Außenpolitik, Auflösung der Ständegesellschaft sowie die Entwicklung der modernen Nationalstaaten.

Mehr als 38 ausgewiesene Experten der nordeuropäischen Geschichte haben zugearbeitet, um diese zentrale Zeitepoche in der Nordischen Geschichte abzudecken. Der Band wendet sich vorrangig an Dozenten und Studenten mit Interesse für Nordeuropa sowie an allgemein historisch Interessierte. Neben Prof. Olesen waren mehrere Hilfskräfte am Lehrstuhl für Nordische Geschichte mit dem Band beschäftigt, unter anderem um die umfassende Literaturliste zu erarbeiten.

The Cambridge History of Scandinavia, Volume 2. 1520–1870
P
art of The Cambridge History of Scandinavia; Editors: Erkki I. Kouri, Jens E. Olesen; ISBN: 9780521473002

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Jens E. Olesen
Lehrstuhl für Nordische Geschichte
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