Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit

Chair of Modern History


Der von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Michael North vertretene Lehrstuhl forscht und lehrt im Zeitraum zwischen 1500 und 1800, also von der Zeit des Beginns der Europäischen Expansion und der Reformation bis zum Ende der Napoleonischen Kriege und des Wiener Kongresses.

Die Schwerpunkte liegen dabei im Bereich der Geschichte des Alten Reiches, doch bieten die Mitarbeiter des Lehrstuhls auch Themen europäischer (Geschichte verschiedener europäischer Länder; Kulturtransferforschung; Technikgeschichte) und außereuropäischer Art (Geschichte des British Empire; Civil War; Europäische Expansion nach Amerika, Afrika und Asien) an.

Diese große Themenausrichtung spiegelt sich auch in den zahlreichen Forschungsprojekten wider: Graduiertenkolleg 619 "Kontaktzone Mare Baltikum", Internationalen Graduiertenkolleg 1540 "Baltic Borderlands"; Interdisziplinären Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO), NIAS Research Group "The Reception of Netherlandish Art" und weiteren Forschungskooperationen wie z.B. mit Brasilien [Florianopolis], USA [Berkeley], Japan [Kyoto].

Kontakt

Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Michael North

Historisches Institut der Universität Greifswald
Bahnhofstraße 51
17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 420-3308/-3309

neuzeituni-greifswaldde


News

Herzlich Willkommen!

Stipendiatin der Humboldt-Stiftung forscht am Historischen Institut in Greifswald

Dr. Indravati Félicité, © Jan Reinicke, 2022

Die französische Wissenschaftlerin Dr. phil. habil. Indravati Félicité hat im Januar 2022 einen achtmonatigen Forschungsaufenthalt an der Universität Greifswald begonnen. Im Rahmen eines Humboldt-Forschungsstipendiums für erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist sie bei Prof. Dr. Dr. h. c. Michael North am Historischen Institut zu Gast. Sie forscht zum Thema „Nordeuropa und der Orient bei der Entstehung der modernen Theorie der internationalen Beziehungen (16.–18. Jahrhundert)“.

Indravati Félicité ist seit 2016 maîtresse de conférences in Geschichte der frühen Neuzeit an der Université de Paris. Sie promovierte 2012 an der Sorbonne in Geschichte. 2021 habilitierte sie sich ebenfalls an der Sorbonne in Geschichte. Ihre Habilitationsschrift trug den Titel „Le ‚vieil Empire‘ face au monde. 1454-1806“ (Das „Alte Reich“ und die Welt, 1454–1806). Darin untersucht sie die globalen Verflechtungen des Heiligen Römischen Reichs und bringt dieses Reich zurück ins Zentrum der Imperial Studies.

Bei ihrem derzeitigen, von der Humboldt Stiftung unterstützten Projekt am Historischen Institut der Universität Greifswald, handelt es sich um eine Neubewertung und Neudefinition des frühen Orientalismus (17. Jahrhundert). Anhand von Quellen aus den Archiven in Pommern (Greifswald, Stralsund und andere) soll die Vorstellung revidiert werden, dass sich ab Mitte des 17. Jahrhunderts eine diplomatische Ordnung in der Welt ausbreitete, die sich an Regeln orientierte, die auf dem europäischen Kontinent von imperialen Mächten oder solchen, die es werden wollten, isoliert ausgearbeitet und ausgehandelt wurden.

Der Forschungsstandort Greifswald eignet sich sehr gut für ein solches Projekt, wie zum Beispiel die Anstellung von Professoren für orientalische Sprachen durch die hiesige Universität ab 1650, aber auch die Integration der Kaufleute der Region in dem Handel nach Asien, bezeugen. In mehreren Archivzentren der Region befinden sich Akten zu dieser frühen Öffnung des Ostseeraums zur außereuropäischen Welt. Über den Aufenthalt in Greifswald hinaus möchte Indravati Félicité die institutionellen Kontakte zwischen der Universität Greifswald und der Université de Paris, zwischen denen ein Erasmus-Austausch bereits besteht, wiederbeleben.

Weitere Informationen

19.01.2022: Neuerscheinung "Niederländische Seefahrer in schwedischen Diensten – Seeschifffahrt und Technologietransfer im 17. Jahrhundert"

Die Expansion der schwedischen Schifffahrt um 1650 wäre ohne niederländischer Beteiligung undenkbar gewesen. Obwohl die Ausrüstung einer ganzen Flotte misslang, fand dank der Migration von niederländischen Seefahrern ein Transfer von seemännischen Fähigkeiten und Kenntnissen nach Schweden statt. Von 1630 bis 1660 rekrutierte die schwedische Admiralität etwa 200 niederländische Offiziere und Steuerleute. Während der Expansion der schwedischen Schifffahrt navigierten diese Niederländer die Schiffe der Marine und Handelskompanien durch die unbekannten Gewässer außerhalb der Ostsee. Hierbei lernte eine neue Generation von schwedischen Offizieren die Kunst und Fertigkeiten der niederländischen Seeschifffahrt. Leider blieb der Erfolg der niederländischen Hilfsflotte für Schweden während des Torstenssonkriegs (1643−1645) aus. Trotz großer diplomatischer Anstrengungen blieb die Flotte schwach ausgerüstet, die Schiffe waren teuer und ihre Bewaffnung mangelhaft. Um die Flotte finanzieren zu können und die Loyalität der Matrosen zu garantieren, war man gezwungen, sich auf die Kaperei zu konzentrieren. Zudem standen die finanziellen Interessen des Kriegsunternehmers und die staatlichen schwedischen Interessen im Widerspruch zueinander und förderten das Risiko von Meutereien.

Böhlau Verlag Köln, 2021/2022
473 Seiten mit 15 Tab.
ISBN: 978-3-412-51747-2

30.12.2021: A World History of the Seas. From Harbour to Horizon

Offering an introduction to the world's seas as a platform for global exchange and connection, Michael North offers an impressive world history of the seas over more than 3,000 years. Exploring the challenges and dangers of the oceans that humans have struggled with for centuries, he also shows the possibilities and opportunities they have provided from antiquity to the modern day.

Written to demonstrate the global connectivity of the seas, but also to highlight regional maritime power during different eras, From Harbour to Horizon takes sailors, merchants and migrants as the protagonists of these histories and explores how their experiences and perceptions of the seas were consolidated through trade and cultural exchange. Bringing together the various maritime historiographies of the world and underlining their unity, this book shows how the ocean has been a vital and natural space of globalization. Carrying goods, creating alliances, linking continents and conveying culture, the history of the ocean played a central role in creating our modern globalized world.


Publisher: Bloomsbury Publishing
328 p.
ISBN: 9781350145436

09.08.2021: Neuerscheinung "Das Goldene Zeitalter global. Die Niederlande im 17. und 18. Jahrhundert

Die Niederländische Republik war in vielerlei Hinsicht einzigartig im Europa der Frühen Neuzeit. Die hohe Urbanisierung, die geringe Zahl an Analphabeten und die religiöse Toleranz waren nur einige der vielen Besonderheiten. Hierzu gehörten auch der ungewöhnlich große Kunstbesitz und die immense Produktivität der Maler, die dieser Epoche den Namen „Goldenes Zeitalter“ gab. Niederländische See- und Kaufleute verbanden, ausgehend von Nord- und Ostsee, die Weltmeere und vermittelten die Güter der entlegensten Regionen. So schildert das Buch die niederländische Präsenz in der Welt, die Interaktion mit den einheimischen Gesellschaften sowie die davon ausgehenden künstlerischen Wechselwirkungen vor Ort einschließlich ihrer Rückwirkungen auf Europa. Die Leser*innen folgen auf diese Weise der Kupferstecherin Maria Sibylla Merian auf der Reise nach Surinam, erleben die Förderung niederländischer Künstler und Gelehrter durch Christina von Schweden, werden Zeugen einer wahrhaften „Hollandomanie“ in Japan und erfahren außerdem, wie Rembrandt die Kunst am indischen Mogulhof imitierte.

Böhlau Verlag Köln, 2021
317 Seiten, 60 meist farb. Abb., 1 Karte

ISBN: 978-3-412-50513-4

13. Juli 2021: Die Ostsee: literarische Konstruktionen einer Region

(Foto: DHI Warschau)


Bericht zum Sommervortrag Prof. Norths auf dem Thomas-Mann-Festival in Nida (Litauen)

02.06.2021: Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum setzt neue Maßstäbe in der Regionalforschung

Nach einer zweijährigen Konzeptphase tritt das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) in die erste Forschungsphase (2021–2026) ein. Der offizielle digitale Startschuss dazu fand am 2. Juni 2021 statt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den übergreifenden Forschungsansatz „Fragmentierte Transformationen“ mit 10,6 Millionen Euro. Als universitäre Einrichtung strebt das IFZO eine führende Rolle in der Erforschung des Ostseeraums an. Aber auch für die Vermittlung von Forschungsergebnissen und den Austausch mit den Bürgern und Bürgerinnen in der Region ist das Forschungszentrum ein kompetenter Partner für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die jetzt gestartete Forschungsphase des IFZO nimmt die großen gesellschaftsrelevanten Veränderungen in den Blick und untersucht, wie das Leben an, mit und von der Ostsee in den kommenden Jahren gestaltet werden kann. Wie entwickelt sich die Gesundheitsversorgung und Verwaltung in den ländlichen Räumen? Wie tragen wir zu nachhaltigem Wirtschaften bei? Wie schützen wir hierbei die Ostsee? Wie erhalten und nutzen wir die Kulturdenkmäler? Wie sichern wir unseren Energiebedarf im Einklang mit der Natur? Diese Fragen sind Teil komplexer Veränderungsprozesse, die nicht nur Mecklenburg-Vorpommern betreffen, sondern den gesamten Ostseeraum. Und nur gemeinsam mit den verschiedenen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Wahrnehmungen und Vorstellungen der Partnerländer im Ostseeraum können diese Fragen beantwortet werden.

In der Beantwortung dieser Fragen geht das IFZO neue Wege. Dazu IFZO-Sprecher Prof. Dr. Michael North: „Interdisziplinär ist die Ostseeraumforschung bereits seit Jahrzehnten aufgestellt, allerdings nicht in der hier entwickelten Bandbreite über fünf Fakultäten mit den dazugehörigen Fachbereichen der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften. In der Konzeptphase hat sich gezeigt, dass keines der genannten Themenfeder ohne die Expertisen aller beteiligten Wissenschaftler*innen in dieser Umfänglichkeit hätte entwickelt werden können. Die Konflikte um Nord Stream 2 sind nicht ohne die Nachhaltigkeitsdebatten und die historischen Linien wirtschaftlicher, politischer und rechtlicher Entwicklung im Ostseeraum zu verstehen. Die Erhaltung des gemeinsamen kulturellen Erbes im Ostseeraum wird ohne das Wissen über den Klimawandel am und im Meer nicht gelingen und braucht neue Konzepte der Daseinsvorsorge für nachfolgende Generationen, die sich um dieses Erbe kümmern.“

Vor diesem Hintergrund stehen die beiden übergreifenden Ziele des Zentrums. Der entwickelte „Greifswalder Ansatz“ soll in den interdisziplinären „Begegnungsräumen“ anwendungsorientiert umgesetzt werden, um Konzept- sowie Handlungswissen zur Bewältigung von Transformationsaufgaben zu schaffen. Zweitens soll mittels neuer Vermittlungskonzepte dieses Wissen in alle Bereiche der Gesellschaft fließen. Theaterpädagogische Konzepte sollen dabei genauso helfen wie digitale Lehr- und Lernplattformen, neue satellitengestützte Kartierungen des Ostseeraums sowie Animationen von Kulturlandschaften. Darüber hinaus wird es für Politik und Verwaltung gezielt Policy Briefs und Exkursionen geben.

„Das IFZO setzt mit seinem Ansatz der Fragmentierten Transformationen neue Maßstäbe in der Regionalforschung und festigt zugleich die Institutionalisierung des Forschungsschwerpunktes Kulturen des Ostseeraums an der Universität Greifswald“, freut sich Universitätsrektorin Prof. Dr. Katharina Riedel beim digitalen Startschuss für die Forschungsphase. Die Universität Greifswald unterstützt das IFZO in den kommenden fünf Jahren mit einem Eigenanteil von 1,1 Millionen Euro.

Weitere Informationen

Titel des IFZO-Forschungsprojektes

  • Fragmentierte Transformationen – Wahrnehmungen, Konstruktionen, Verfasstheiten einer Region im Wandel
    Sprecher: Prof. Michael North

Bewilligte Teilprojekte und Sprecher*innen

  • Geteiltes Erbe: Kanonisierung, Konfliktbehaftete Erbschaften, Kulturlandschaften und Präsentation des kulturellen Erbes im Ostseeraum
    Sprecher: Prof. Eckhard Schumacher, Sprecherin: Prof. Gesa zur Nieden
  • Die Energiewende im Ostseeraum: Sichtweisen, Akzeptanz, Chancen
    Sprecher: Prof. Michael Rodi
  • Die Ambivalenz von Abschreckung und Kooperation: Herausforderungen der Sicherheitsarchitektur im Ostseeraum
    Sprecherin: Prof. Margit Bussmann
  • Innovationen und Policy Mobilities im ländlichen Ostseeraum: Daseinsvorsorge, Finanzierungssysteme und Entrepreneurship
    Sprecherin: Prof. Christine Tamásy
  • Neue Nationalismen: Utopische und dystopische Narrative des Neuen Nationalismus
    Sprecherin: Prof. Cordelia Heß
  • Nachhaltigkeit im Ostseeraum: Das Ökosystem Ostsee als Nukleus einer regional integrierenden Nachhaltigkeitstransformation?
    Sprecherin: Prof. Susanne Stoll-Kleemann
  • Raum-zeitliche Muster fragmentierter Transformationen
    Sprecher: Prof. Sebastian van der Linden
  • Gegen-Transformationen: Neu-nationalistische Narrative als analytischer Zugang zu Transformationsprozessen im Ostseeraum
    Sprecherin: Prof. Cordelia Heß

Umfang der BMBF-Förderung
10,6 Mio. EUR über 5 Jahre (01.06.2021 bis 31.05.2026)


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Alexander Drost
Wissenschaftlicher Koordinator
Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO)
Bahnhofstraße 51, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3341
alexander.drost@uni-greifswald.de

www.uni-greifswald.de/ifzo
https://twitter.com/ifzo_greifswald
https://www.instagram.com/ifzo_greifswald/

www.uni-greifswald.de/aktuell
www.uni-greifswald.de/veranstaltungen

Medieninformation

"Wenn sich der Staat zurückzieht, wächst das Risiko"

Radio-Interview mit Prof. North im Radio 1 des Lettischen Rundfunks (in englischer Sprache)

Interview: Michael North on Baltic history

Authors:  Māra Rozenberga(Latvijas Radio Ziņu dienesta korespondente)

Bremen Zwei: "Europa wurde aus dem Meer geboren"

Gespräch mit dem Historiker Michael North am 24. Oktober 2018 im Rahmen der Kunsttagung "Meer sehen – Seaing Deeper" in Bremerhaven.

Bremen Zwei

27.02.2019: hr2 Kultur - Kim und Struppi in Vietnam - Radiointerview mit Prof. North (ab Minute 15 bis 20)

Prof. North berichtet über die Erfahrungen der langjährigen Kooperation und des Austauschs mit Vietnam

20.10.2018: Südwest Presse - Neckar-Chronik - Interview mit Historiker Alexander Drost

Furcht vor Moskau

Auch wenn die Ostsee jetzt zum Ort militärischer Drohungen wird, ist sie immer ein Ort des Austauschs gewesen. Die Anrainerstaaten haben seit Jahrhunderten viele Gemeinsamkeiten, sagt der Historiker Alexander Drost.

6.07.2018: Wissenschaftliche Kontroversen zu Grenzen und Konflikten des Ostseeraumes

Publikationen des „Baltic Borderlands“ – Foto: Jan Reinicke

Seit 2009 haben Wissenschaftler aus Greifswald, Schweden und Estland fächerübergreifend zu den Grenzen und Konflikten des Ostseeraums geforscht. Eine Konferenz an der Universität Greifswald bildete nun den Abschluss des DFG-Graduiertenkollegs „Baltic Boderlands: Shifting Boundaries of Mind and Culture in the Borderlands of the Baltic Sea Region“ („Grenzräume in der Ostseeregion: Der Wandel kultureller und mentaler Grenzen im Ostseeraum“). Am 28. und 29. Juni 2018 diskutierten 55 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Einfluss von Medien auf Grenzbildungen und die Rolle von Grenzen in den Medien.

Die Grenzen des Ostseeraumes sind nicht mehr nur Linien auf einer Karte. Sie bestehen auch nicht mehr nur aus Zäunen, Grenzpfosten oder Grenzkontrollen. Grenzen und Grenzräume entstehen vielmehr überall dort, wo zwei oder mehr Kulturen aufeinandertreffen: auf dem Land, auf dem Meer oder auch in der digitalen Welt. Aber wer hat die Macht, die zukünftigen Grenzen unserer Gesellschaften auszuhandeln? Welche sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Kennzeichen markieren die Unterschiede, die zukünftige Grenzen charakterisieren? Welchen Einfluss hatten Medien auf Grenzbildungen in der Vergangenheit bzw. wie beeinflussen sie diese in der Zukunft?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Konferenz, die zugleich den Abschluss des Forschungsverbundes „Baltic Borderlands“ bildete. Nach neun Jahren gemeinsamer Doktorandenausbildung der Universitäten in Lund (Schweden), Tartu (Estland) und Greifswald haben mehr als vierzig Doktoranden, drei Postdoktoranden und zahlreiche Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften das Thema des Grenzraums in ihren Dissertationen und Forschungsprojekten untersucht. Forschungsergebnisse zu Dynamiken im Grenzraum und zu Grenzbildungsprozessen wurden in drei einflussreichen Debattenbeiträgen publiziert: „Die Neuerfindung des Raumes. Grenzüberschreitungen und Neuordnungen“ (Böhlau, 2013), „Beyond the Sea. Manifold Dimensions of Water as Bridge and Barrier“ (Böhlau, 2015) sowie „Globalizing Borderlands Studies in Europe and North America“ (Nebraska University Press, 2016).

Zahlreiche Alumni des Forschungsverbundes berichteten nach der Tagung über ihren beruflichen Werdegang, beispielsweise als Wissenschaftlerin an einer finnischen Hochschule in Joensuu, als Kuratorin für Alte Meister im Nationalmuseum von Oslo oder als Postdoktorandin am Herder-Institut in Marburg. Sie bestätigten damit nicht nur den Forschungs- und Lehrerfolg des Graduiertenkollegs, sondern hoben zugleich die Bedeutung der Greifswalder Graduiertenausbildung für ihre erfolgreiche internationale Karriere hervor.

Weitere Informationen:
Graduiertenkolleg "Baltic Borderlands"

1.07.2018: Kooperation mit Hanoi

Prof. Pham Quang Minh, Rektor der University of Social Sciences and Humanities in Hanoi, sprach am 1. Juli 2018 über vietnamesiche Identität im Rahmen der Vorlesung „Europa und Asien“ in Greifswald.

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Publications

M. North, Das Goldene Zeitalter Global. Die Niederlande im 17. und 18. Jahrhundert, Köln-Weimar-Wien 2021, 317 S.

Eine verhinderte Konfessionalisierung? Religionspolitische Ein- und Entgrenzung im Herzogtum Kurland um 1700, Münster: LIT-Verlag, 2021, 360 S.

Articles 2021

M. North, Kultureller Austausch: Die Migration niederländischer Architekten und Bildhauer in den Ostseeraum (16. und 17. Jahrhundert), in: F. Göttmann, E.-M. Seng (eds.), Innovation in der Bauwirtschaft. Wesersandstein vom 16. bis 19. Jahrhundert. Architektur und Digital Humanities, Berlin/Boston 2021, pp. 447-458.

M. North, Cultural Exchange. The Migration of Dutch Architects and Sculptors in the Baltic Sea Region (16th and 17th centuries), in: F. Göttmann, E.-M. Seng (eds.), Innovation in the Building Industry. Weser Sandstone from the 16th and the 19th century. Berlin/Boston 2021, pp. 459-474.

M. North, Globale Dinge. Zirkulation im niederländischen Handelsimperium, in: U. Gleixner, M. dos Santos Lopes (eds.), Things on the Move – Dinge unterwegs. Objects in Early Modern Cultural Transfer. Göttingen 2021, pp. 125-139.

M. North, Kunst als Wirtschaftsgut, C. Brink, S. Jaeger, M. Winzeler (eds.), Bellum & Artes. Mitteleuropa im Dreißigjährigen Krieg. Dresden 2021, pp. 439-443.

Buchcover: Weltgeschichte der Meere, Arabische Übersetzung (Foto: Verlag)

Arabische Übersetzung „Zwischen Hafen und Horizont. Weltgeschichte der Meere“, Kuwait (National Council for Culture, Arts and Letters) 2019.

M. North, Historia Bałtyku, aus dem Dt. von Adam Peszke, Verlag Neriton, Warszawa 2018, 473 S., ISBN 978-83-66018-16-7, Originaltitel: Geschichte der Ostsee. Handel und Kulturen © C.H. Beck OhG München 2011.

M. North, 荷兰黄金时代的艺术与商业 (Chinesische Übersetzung von "Kunst und Kommerz im Goldenen Zeitalter. Zur Sozialgeschichte der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts"), Hangzhou (Zhejiang University Press) 2018.

Articles 2019

Michael North, Der Ostseeraum: Konstitution und Neuerfindung, in: S. Jagodzinski, A. Kmak-Pamirska, M. Řezník (eds.), Regionalität als historische Kategorie. Ostmitteleuropäische Perspektiven, Osnabrück 2019, pp. 171-186.

Michael North, Mediating European Art through Company Channels in Asia, in: J. Aono, S. Imai, M. M. Mochizuki, N. Mochizuki (eds.), Mobility and Visuality beyond Borders: A Liber Amicorum for Professor Yoriko Kobayashi-Sato, Tokyo 2019, pp. 91-114.

Michael North, Verschlungene Meere. Eine Einführung, in: OST-WEST Europäische Perspektiven 1 (2019), 4-10.

Michael North, Schauplatz nordeuropäische Geschichte: Die Ostsee, in: OST-WEST Europäische Perspektiven 1 (2019), 69-78.

M. Müller, Das Entstehen neuer Freiräume. Vergnügen und Geselligkeit in Stralsund und Reval im 18. Jahrhundert (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern, 51), Köln (Böhlau) 2019.

Articles

2018

Michael North, Domestic Interiors in Seventeenth- and Eighteenth-Century Batavia, in: R. A. G. Reyes (ed.), Art, Trade, and Culture Mediation in Asia, 1600-1950, London 2018, pp. 103-121 (https://doi.org/10.1057/978-1-137-57237-0_5).

Michael North, Institutional Factors in the Early Modern German Economy, in: B. Dewilde, J. Poukens (eds.), Entrepreneurs, Institutions and Government Intervention in Europe (13th-20th centuries): Essays in Honour of Erik Aerts, Brussels 2018, pp. 41-51.

Michael North, Connected Seas I, in: History Compass (2018), e12503 (https://doi.org/10.1111/hic3.12503).

Michael North, Connected Seas II: The perception and memory of the seas, in: History Compass (2018), e12502 (https://doi.org/10.1111/hic3.12502).

Michael North, Der Friede von Oliva (1660) im Spiegel der zeitgenössischen Medaillen, in: I. Dingel, J. Paulmann, M. Schnettger, M. Wrede (eds.), Theatrum Belli – Theatrum Pacis. Konflikte und Konfliktregelungen im frühneuzeitlichen Europa. Festschrift für Heinz Duchhardt zu seinem 75. Geburtstag (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Beiheft 124), Göttingen 2018, pp. 137-147.

Y. Kikuchi, Hamburgs Ostsee- und Mitteleuropahandel 1600-1800: Warenaustausch und Hinterlandnetzwerke (Wirtschafts- und Sozialhistorische Studien, Band 20), Köln (Böhlau) 2018.

E. Wagner, Die Nationaltrachtsdebatte im 18. und 19. Jahrhundert. Motivation und Durchsetzung einer nationalen Kleidertracht in Schweden, Deutschland und Dänemark (Nordische Geschichte, Bd. 12), Berlin (LIT) 2018.

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M. North, Sadama ja silmapiiri vahel. Maailma merede ajalugu, Tallinn (Varrak) 2018.
(Estonian translation of "Zwischen Hafen und Horizont. Weltgeschichte der Meere")

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Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters. München (Hirmer Verlag) 2017 (ed. togehter with Franz Wilhelm Kaiser and Kathrin Baumstark).

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J. W. I. Lee/M. North (eds.), Globalizing Borderlands Studies in Europe and North America, Lincoln (Nebraska University Press) 2016.

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M. North, Zwischen Hafen und Horizont. Weltgeschichte der Meere, München (C. H. Beck) 2016.

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Besprechungen

  • "Das Sachbuchquartett" (23. February 2017), Link
  • Frankfurter Allgemeine Zeit (16. March 2017), Link  

M. North, The Baltic. A History, Cambridge (Harvard University Press) 2015.
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M. North, Läänemere Ajalugu. Kaubandus ja kultuurid, Tallinn 2015.
(Estonian translation of "Geschichte der Ostsee")
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M. North, Kommunikation, Handel, Geld und Banken in der Frühen Neuzeit (Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 59), 2., um einen Nachtrag erweiterte Auflage, München (De Gruyter/Oldenbourg) 2014.

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Th. DaCosta Kaufmann/M. North (Hgg.), Mediating Netherlandish Art and Material Culture in Asia, Amsterdam (Amsterdam University Press) 2014.

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M. North, Hollanda Altın Çağı'nda Sanat ve Ticaret, Istanbul (İletişim Yayınları) 2014.
Türkische Übersetzung von "Das Goldene Zeitalter. Kunst und Kommerz in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts".

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M. North, Genuss und Glück des Lebens.
人生の愉楽と幸福
ドイツ啓蒙主義と文化の消費
ミヒャエル・ノルト:著, 山之内 克子:訳, Tokyo (Hosei University Press) 2013.
Japanische Übersetzung von "Genuss und Glück des Lebens. Kulturkonsum im Zeitalter der Aufklärung".

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A. Drost/M. North (Hgg.), Die Neuerfindung des Raumes. Grenzüberschreitungen und Neuordnungen, Köln [u.a.] 2013.
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M. North, Gerhard Morell und die Entstehung einer Sammlungskultur im Ostseeraum des 18. Jahrhunderts (Publikationen des Lehrstuhls für Nordische Geschichte; 15), Greifswald 2012.

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M. North, The Expansion of Europe, 1250-1500 (Manchester Medieval Studies), Manchester 2012.

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R. Riemer, Frankfurt und Hamburg vor dem Reichskammergericht. Zwei Handels- und Handwerkszentren im Vergleich (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich; 60), Köln/Weimar/Wien 2012.
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J. Driesner, Bürgerliche Wohnkultur im Ostseeraum. Stralsund, Kopenhagen und Riga in der Frühen Neuzeit (Wirtschafts- und Sozialhistorische Studien; 18), München 2012.
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A. Drost, Tod und Erinnerung – Koloniale Sepulkralkultur in Bengalen, 17.-19. Jahrhundert. Jena 2011, 346 S. (ISBN-13: 978-3981393668). 


Kontakt

Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Historisches Institut der Universität Greifswald
Bahnhofstraße 51
D-17489 Greifswald

Tel.: +49 (0)3834 420-3309
north[at]uni-greifswald[dot]de