Rena Dyx (Greifswald): Das Katharinenkloster in Nürnberg - Die Ausstattung eines Dominikanerinnenkonvents im Spätmittelalter

Vortrag im Rahmen der Veranstaltung “Mittelalter interdisziplinär!”

Das mittelalterliche Nürnberg war geprägt von einer reichen, sakralen Topografie. Neben zwei Pfarrkirchen beherbergten die Stadtmauern auch neun Klöster, von denen heute fünf vollständig verschwunden sind. Das kunst- und kulturgeschichtlich bedeutendste war das seit 1295 urkundlich fassbare Dominikanerinnenkloster St. Katharina, wie noch viele überlieferte Quellen und Objekte berichten. Die Klosterkirche ehemals eine dreischiffige Pfeilerbasilika ist heute eine Ruine und fungiert als Mahnmal des Zweiten Weltkrieges. Der Kreuzgang des Klosters wurde nach dem Krieg rekonstruiert und ist in die Räumlichkeiten der Stadtbibliothek integriert.

Das Ziel des Dissertationsprojektes ist es, die Gesamtheit von Kirchen- und Klosterbau zu rekonstruieren, die Ausstattung sowie deren Funktion zu analysieren und ihre Beziehungen hinsichtlich der Frauenfrömmigkeit und der Stifter zu untersuchen. Dabei sollen die verschiedenen Objekte der Kirchen- und Klosterausstattung sowie deren liturgischen Gebrauch anhand von Quellen und Überlieferungen rekonstruiert werden.

Hauptaugenmerk des Vortrages soll neben einem allgemeinen Überblick zu meinem Promotionsthema auf den monumentalen Wandmalereizyklen liegen, die sich sowohl in der Kirche als auch in dem Klausurbereich befanden. Mithilfen von Fotografien sollen die ikonografischen Besonderheiten analysiert und vorgestellt sowie in Beziehung zu den historischen Zeitebenen der klösterlichen Ausstattung gestellt werden.

Veranstaltungsort: Seminarraum 3.07, Domstr. 9a

Hier passiert Forschung! Die Veranstaltung “Mittelalter interdisziplinär!” dient dem interdisziplinären Austausch über laufende mediävistische Forschungsprojekte. Forscherinnen und Forscher aus Berlin, Münster, Halle, Bochum und natürlich Greifswald präsentieren ihre Arbeiten und laden zur Diskussion ein. Bei diesen Vorträgen aus der Skandinavistik, Kunstgeschichte, Germanistik, Archäologie und Geschichte kommen verschiedene Fächer zusammen, üben sich im Gespräch und profitieren vom fächerübergreifenden Austausch. Die Veranstaltung bietet darüberhinaus die Möglichkeit, die eigene Abschlussarbeit vorzustellen und hilfreiches Feedback einzuholen. 

Alle sind herzlich eingeladen! Interessierte dürfen gerne auch zu einzelnen Sitzungen dazustoßen.

Veranstaltungsort

  • Historisches Institut
    Domstraße 9 A
    17489 Greifswald