Vortrag im Rahmen des Kolloquiums "Mittelalter interdisziplinär!" im Sommersemester 2026
Abstract: Erzbischof Eskil von Lund (ca. 1137-77) zählt zu den bedeutendsten Prälaten im Skandinavien des 12. Jahrhunderts. Intensiv betätigte er sich als Förderer von Mönchen und Regularkanonikern und trug wesentlich zur Etablierung und Ausbreitung mehrerer Orden im heutigen Dänemark und Schweden bei. Gleichzeitig tritt er in Geschichtsbeschreibungen des 12. und frühen 13. Jahrhunderts auch anderweitig als zentraler Akteur während der dänischen Bürgerkriegsperiode und der frühen Waldemarenzeit auf. Das Bild, das diese Quellen von Eskil zeichnen, ist allerdings stark durch jeweils konkrete synchrone Werkimpetus geprägt und gerade die bei weitem umfänglichste dieser Beschreibungen, die Gesta Danorum des Saxo Grammaticus, zeichnet sich dadurch aus, monastische Belange insgesamt auszublenden. Vor diesem Hintergrund soll der Vortrag Eskils Wirken als Klostergründer und Förderer der Mönche in sein breiteres Wirken einordnen und es auf diese Weise kontextualisieren.
Veranstaltungsort: Seminarraum 3.07, Domstr. 9a
Hier passiert Forschung! Die Veranstaltung “Mittelalter interdisziplinär!” dient dem interdisziplinären Austausch über laufende mediävistische Forschungsprojekte. Forscherinnen und Forscher aus Berlin, Münster, Halle, Bochum und natürlich Greifswald präsentieren ihre Arbeiten und laden zur Diskussion ein. Bei diesen Vorträgen aus der Skandinavistik, Kunstgeschichte, Germanistik, Archäologie und Geschichte kommen verschiedene Fächer zusammen, üben sich im Gespräch und profitieren vom fächerübergreifenden Austausch. Die Veranstaltung bietet darüberhinaus die Möglichkeit, die eigene Abschlussarbeit vorzustellen und hilfreiches Feedback einzuholen.
Alle sind herzlich eingeladen! Interessierte dürfen gerne auch zu einzelnen Sitzungen dazustoßen.