Aktuelles

Neues aus der Antike - Ein Greifswalder Altertumswissenschaftliches Kolloquium

Wie ist man im antiken und vormodernen Mittelmeerraum mit der ständigen Bedrohung durch Erdbeben fertig geworden? Wie hat man sich den eigenen Kosmos und das Jenseits vorgestellt, erzählerisch und wissenschaftlich zugleich? Welche Form(en) nahmen der interreligiöse Dialog und die interkulturelle Kooperation an? Und wie sahen die Motivationen von ‚gerechten‘ und ‚heiligen‘ Kriegen aus? Diesen und anderen spannenden wie weitreichenden Fragen widmet sich das Greifswalder Kolloquium „Neues aus der Antike“. Mit einem breiten räumlichen und zeitlichen Horizont und unter interdisziplinärem Zugriff wird im Workshop ein Beitrag zur Neukonturierung antiker Gesellschaften geleistet: Diese machen sich von ihrem klassischen, zum Teil idealisierten – ja starren – Bild frei und präsentieren sich als schillernde, risikobehaftete wie resilienzfähige Lebensrealitäten. Eine Vielzahl von wenig bekannten Texten und neuartigen Quellen findet dabei Berücksichtigung, die innovativen Möglichkeiten ihrer digitalen Aufbereitung werden exemplarisch erörtert. Dadurch setzt der Workshop auch zahlreiche Impulse für unsere eigene Reflexion über sehr aktuelle Themen und Zusammenhänge, wie Katastrophe, Krise und Konflikt.

Programm (pdf)

Veranstaltungsort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Seminarraum (1. Etage)

Organisation: Prof. Dr. Laura Carrara (Univ. Pisa / Senior Fellow Krupp-Kolleg)


Deimos – Zeitschrift für Antike Militärgeschichte

DOI: https://doi.org/10.60630/deimos.2025.1
Veröffentlicht: 2025-04-23

Über die Zeitschrift
Das Diamond Open Access Online Journal DEIMOS ist ein Publikationsorgan für Beiträge zu allen Bereichen der antiken Militärgeschichte. Darunter werden entsprechend dem Konzept der „neuen Militärgeschichte“ alle Aspekte der antiken Kultur mit Bezug zu Kriegern, Krieg bzw. bewaffneten Konflikten sowie Waffen und Rüstungen verstanden. Das Militär und seine Facetten sind das Kernthema, das aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden kann, wie der Politik-, Kultur-, Sozial-, Rezeptions- und Rechtsgeschichte oder der Diskursanalyse. Neben Beiträgen aus den Geschichtswissenschaften sind auch solche aus archäologischer Sicht herzlich willkommen. Der zeitliche Fokus der Zeitschrift liegt auf der klassischen Antike von der griechischen Archaik bis zur Spätantike, doch auch Beiträge, die sich mit anderen Kulturräumen der antiken Welt sowie mit eisenzeitlichen oder frühmittelalterlichen Themen beschäftigen, können aufgenommen werden.

Das Herausgeberteam, bestehend aus Christian Barthel, Lennart Gilhaus und Michael Zerjadtke, wird von der Universitätsbibliothek Heidelberg unterstützt.

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