Miriam Peuker, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters
Domstraße 9a
17487 Greifswald
Raum 1.06
Tel.: +49 (0)3834 420-33 16

miriam.peuker[at]uni-greifswald.de

Sprechzeit: n. V.

Vita

Geboren 1994 in Velbert.

2013-2018 Kombinatorischer Bachelor of Arts mit den Fachrichtungen Anglistik-Amerikanistik und Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal.

2018-2020 Masterstudiengang Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal.

2019-2020 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal.

seit Oktober 2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters an der Universität Greifswald.

Forschungsprojekt

Die Dominikanerinnenklöster der Saxonia im Spätmittelalter
 

Während sich die meisten Forschungsbeiträge der vergangenen Jahre mit Dominikanerinnenklöstern in der Ordensprovinz Teutonia beschäftigen, fehlt für die Provinz Saxonia vor allem eine vergleichende Gesamtdarstellung. Die Saxonia, geographisch in etwa das heutige Norddeutschland umfassend, entstand 1303 aus einer Teilung der stark angewachsenen Teutonia. Die Klöster der Dominikanerinnen in dieser neuen Provinz möchte ich mit meinem Dissertationsprojekt in den Blick nehmen. Dabei wird mir die Saxonia zwar als geographische Themenbegrenzung dienen, doch beginnt die zeitliche Eingrenzung nicht mit dem Zeitraum ab 1303. Denn es gab Klostergründungen, die noch vor der Entstehung der Provinz stattfanden, und schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts finden sich auf dem zu der Zeit noch der Teutonia zugehörigen Gebiet die ersten Klöster.

Innerhalb dieses Rahmens möchte ich einerseits die Beziehungen zwischen den Klöstern der Saxonia untersuchen, beispielsweise ob sie – abgesehen von Neugründungen oder Reformen – miteinander im Austausch standen. Andererseits soll die Analyse weiterer Netzwerke der Dominikanerinnen Aufschluss darüber geben, welche personellen Beziehungen zur Entwicklung oder gar zur Beschränkung des Einflusses der Nonnen außerhalb ihres Klosters führen konnten. Ein Teil dieser Untersuchung wird sich mit den weltlichen Verbindungen zu den Klöstern beschäftigen, also ihren Stiftern, Landesherrn und wichtigen familiären Bindungen. Der andere Teil bezieht sich auf prominente geistliche Personen, wie den Papst und seine Legaten, regionale Erzbischöfe und Bischöfe, die Ordensoberen und den Dominikanerkonvent, der die cura monialium für die jeweiligen Dominikanerinnen übernahm. Neben der Erarbeitung dieser Gruppierungen möchte ich außerdem die Frage beantworten, ob sich im historischen Vergleich der Klöster Situationen ausmachen lassen, in denen sich die Einflussnahme bestimmter Personen oder Gruppen verstärkt bzw. verringert, beispielsweise in Konfliktfällen, und welche dieser Personenkonstellationen den größten Handlungsspielraum der Dominikanerinnen selbst zulässt.

Vorträge

"Dominican Nunneries in the Province of Saxonia and their Networks", Vortrag in Rahmen des Medieval Germany Workshops am GHIL in London am 6. Mai 2022.

"Zwischen Exemtion und Zusammenarbeit – die Dominikanerinnenklöster der Saxonia (13.-16. Jahrhundert)", Vortrag im Rahmen des Oberseminars Mittelalterliche Geschichte an der Universität Wuppertal am 5. Januar 2022.

"Funktion der Zisterziensermönche während des Konflikts zwischen Heinrich II. und Thomas Becket", Vortrag im Rahmen des Forschungstag Englisches Mittelalter und Britische Inseln 2020 am 1. Oktober 2020 (digital).