Robert Friedrich, M.Ed.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters
Domstraße 9a
17487 Greifswald
Raum 1.06
Tel.: +49 (0)3834 420-33 16

robert.friedrichuni-greifswaldde

Sprechzeit: n. V. (nach Anmeldung virtuell, Link wird nach erfolgter E-Mail-Anfrage verschickt)

Vita

Geboren 1990 in Leipzig.

Seit 10/2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters an der Universität Greifswald.

02/2018-09/2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Paris (Projekt: Gallia Pontificia).

08/2017-01/2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Leipzig.

01/2017-07/2017 Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Deutsche Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.

01/2016-12/2016 Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Codex Diplomaticus Saxoniae“.

2013-2016 Studium des Master of Education an der Universität Leipzig für die Fächer Geschichte und Französisch (Lehramt an Gymnasien), Studium der Historischen Grundwissenschaften
Masterarbeit: Die Cölestiner zu Metz.

2011-2012 Studium der Geschichte und französischer Literatur an der Université Paul-Valéry Montpellier III (Erasmusstudium).

2009-2013 Bachelorstudium Geschichte und Französisch (Lehramt) an der Universität Leipzig.
Bachelorarbeit: Le Maghreb hybride. Théorie et fiction dans l'œuvre de Boualem Sansal.

Forschungsschwerpunkte

Bettelorden

Geschichte der Krone Aragon und der Iberischen Halbinsel

Historische Grundwissenschaften

Früh- und hochmittelalterliches Papsttum

Forschungsprojekt

Bettelorden und Herrschaft. Dominikaner und Franziskaner in der Krone Aragon in der Regierungszeit Alfons‘ IV. und Eleonores von Kastilien (1327­–1336)

In meinem Ordens- und Herrschaftsgeschichte verbindenden Dissertationsprojekt frage ich nach der Rolle der Bettelorden in der Herrschaftsorganisation der Krone Aragon unter König Alfons IV. und seiner Gemahlin Eleonore von Kastilien (1327–1336). Auch die Übergänge der Herrschaft von seinem Vater Jakob II. und zu seinem Sohn Peter IV. finden Eingang in die Untersuchung. Die Franziskaner- und Klarissennähe des aragonesischen Königshauses stand schön häufiger im Fokus der Forschung, vor allem in Bezug auf Fragen persönlicher Frömmigkeit. Der politischen Rolle von Ordensmitgliedern wurde bisher eher weniger Aufmerksamkeit zuteil, gleiches gilt für die anderen Bettelorden und insbesondere die Dominikaner. Im Zentrum meiner Arbeit stehen die Wechselbeziehungen zwischen dem Königshof und den verschiedenen Ebenen der Bettelordenshierarchie, vom Gesamtorden bis zum einzelnen Bruder bzw. der einzelnen Schwester. Ein besonderer Fokus liegt auf den Tätigkeiten der Brüder am Königshof, wo diese u. a. als Berater, Diplomaten und Beichtväter in Erscheinung traten. Als Quellengrundlage dienen zum einen die ihrem Umfang einmaligen Register der königlichen Kanzlei im Kronarchiv in Barcelona und zum anderen die Akten der General- und Provinzialkapitel der Bettelorden sowie exemplarisch einige Konventsarchive.

Publikationen

Herausgeberschaft:

Doing History. Praxisorientierte Einblicke in Methoden der Geschichtswissenschaften, Leipzig 2018 (Hg. zusammen mit Sven Jaros, Elisa Satjukow, Katharina Seibert, Stefanie Wiehl).

 

Aufsätze:

'Inviter le pape à Reims. L’archevêque Gervais de Château-du-Loir entre la papauté et la politique régionale (1057-1067)', in Les actes pontificaux. Un trésor à exploiter (Abhandlungen der Göttinger Akademie der Wissenschaften N.F. 51), hg. v. Rolf Große, Olivier Guyotjeannin und Laurent Morelle (erscheint 2021). 

'From Carcassonne to Argelès. The Agency of the Kingdom of Mallorca in the Wars of the Sicilian Vespers (1282-1298)', Francia. Forschungen zur westeuropäischen Geschichte 47 (2020), S. 37-58.

(mit Vanina Kopp), 'Mittelalter und Mediävalismus: „Game of Thrones“ zwischen Historie und Fiktion', Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte 2 (2019), S. 167-192.  

 

Rezensionen und Berichte:

(mit Sebastian Kolditz), Vertragsurkunden zwischen Diplomatik und Diplomatiegeschichte. Ein Bericht zum 15. internationalen Kongress zur Diplomatik in Leipzig, in: Archiv für Diplomatik 65 (2019), S. 165-182 (eine Kurzfassung ist erschienen in: H-Soz-Kult, 20.02.2019, http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8123). 

Rezension zu: Robert L. J. Shaw, The Celestine Monks of France, c.1350-1450. Observant Reform in an Age of Schism, Council and War, Amsterdam 2018, in: H-Soz-Kult, 10.07.2019, www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-28257.  

Rezension zu: Francisco García-Serrano (Hg.), The Friars and their Influence in Medieval Spain, Amsterdam 2018, in: Francia-Recensio 2019/1 (https://doi.org/10.11588/frrec.2019.1.59828).  

Rezension zu: Andreas Büttner, Königsherrschaft im Mittelalter, Berlin/Boston 2018, in: Cahiers de civilisation médiévale 243 (2018), S. 289-291. 

Rezension zu: C. Philipp E. Nothaft, Scandalous Error. Calendar Reform and Calendrical Astronomy in Medieval Europe, Oxford 2018, in: Francia-Recensio 2018/2 (https://doi.org/10.11588/frrec.2018.2.48323).  

Tagungsbericht zu: Crusading and the Crusader Movement in the Peripheries of the Christian West 1100-1500, 05.10.2017-07.10.2017 Marburg, in: H-Soz-Kult, 26.02.2018,  www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7573

Rezension zu: Jean-Baptiste Renault (Hg.), Originaux et cartulaires dans la Lorraine médiévale (XIIe–XVIe siècles). Recueil d’études, Turnhout 2016, in: Francia-Recensio 2017/4  (https://doi.org/10.11588/frrec.2017.4.43430).  

 

Vorträge

"Gesellschaft organisieren. Die Bettelorden und die Eroberung von Mallorca/Mayūrqa unter Jakob I. von Aragón". Vortrag im Rahmen der Tagung "Monarchische Herrschaftswechsel des Spätmittelalters im Vergleich. Aushandlungen - Akteure - Ambivalenzen" an der Universität Leipzig  am 15. September 2021. 

"Die zwei Eroberungen von Menorca (1231 und 1287). Muslimische Akteure und die Könige von Aragon". Vortrag im Rahmen der Tagung "Ein(ver)nehmen? `Eroberte`als Diskursteilnehmer zwischen Selbstinszenierung und Sinnstiftung in der Vormoderne" der Universität Kiel am 13. November 2020 (virtuell).