Aktuelles
Exkursion zur Staatsbibliothek Berlin am 01.10.2026
4006140 Exkursion in die Staatsbibliothek Berlin
Kennen Sie schon die Staatsbibliothek zu Berlin? Wir unternehmen einen Tagesausflug mit dem RE3, um diese wichtige Forschungsstätte zu erkunden. Kommen Sie mit! Neben einem Escape Game, mit dem Sie die „Stabi“ kennenlernen, besichtigen wir auch einige der Highlights ihrer Sammlung. Zu den historischen Beständen zählen wertvolle Handschriften und Drucke aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Sie werden auch Gelegenheit haben, sich für einen kostenlosen Bibliotheksausweis anzumelden, mit dem sie elektronische Ressourcen bequem von zu Hause nutzen können. Die Exkursion wird vom Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit durchgeführt.
Ein Termin für die Vorbesprechung wird zeitnah bekannt gegeben.
Anmeldefrist: Ab sofort bis 15. September
Kolloquium "Geschichte schreiben. Neue Themen und Forschungsansätze in der Diskussion"
Eine gemeinsame Veranstaltung der Lehrstühle für Transnationale Geschichte, Geschichte des Wissens und Geschichte der Frühen Neuzeit
Das Kolloquium richtet sich an fortgeschrittene Studierende, Examenskandidatinnen und -kandidaten, den wissenschaftlichen Nachwuchs (Promovierende), Postdocs sowie an alle Mitarbeitenden des Instituts. In einem abwechslungsreichen Programm mit auswärtigen Gästen und Kolleg*innen aus Greifswald werden neuere Forschungen und Projekte vorgestellt und diskutiert. Das Kolloquium bietet Gelegenheit, sich über aktuelle Trends in der Geschichtswissenschaft zu informieren und diese zu diskutieren. Es wird auch als Übung angeboten.
Tagung "Fremde Zeiten – grundlegende Umbrüche? Neue Perspektiven auf die Zeit um 1800"
Die Tagung widmet sich dem Epochenumbruch um 1800 aus unterschiedlichen Blickrichtungen und fragt dabei nach neuen Perspektiven im Hinblick auf Epochendiskussionen, Periodisierungsfragen und disziplinäre Selbstverortung sowie nach Einzelaspekten aus den Themenbereichen „Regieren und Verwalten“ und „Glauben und Wissen“.
Ziel ist es, die ambivalente Stellung der Zeit um 1800 zwischen Kontinuität und Umbruch neu zu bewerten und dabei das heuristische Potenzial von Fremdheitszuschreibungen für die Periodisierungsdebatte zu überprüfen. Im Rahmen der Tagung sollen die vielfältigen Erträge der kulturhistorisch inspirierten Frühneuzeitforschung systematisch mit globalhistorischen Relativierungen der ‚Sattelzeit‘ verknüpft werden. Die spezifische Herangehensweise der Tagung zielt darauf ab, den Dialog zwischen Frühneuzeit- und Moderne-Forschung neu zu beleben, indem nach jenen konkreten Praktiken und Wahrnehmungen gesucht wird, in denen Fremdes in Vertrautes umschlägt und so Umbrüche zur Moderne fassbar werden.
Organisation: Sünne Juterczenka, Hillard von Thiessen, André Krischer, Christine Vogel
Wiedereröffnung des Schweriner Museums am Alten Garten am 29. Oktober 2025
Termine
Lernbüro Geschichtsdidaktik: Schreibwerkstatt Unterrichtsentwurf
Philipp Zitzlsperger (Innsbruck): Die Reichspolizeiordnung und die Kleiderordnung im Croy-Teppich
Thomas Kaufmann (Göttingen): Der Croy-Teppich und die Konfessionskultur und -politik seiner Zeit
Fragile Ordnungen: Literarische und historische Zugänge zu Wahrnehmungen von Klima und Gesellschaft im 19. Jahrhundert
Beginn der großen Transformation und Ruhe vor dem Sturm | Bewegungsenergie – Ökologische Mobilisierung und soziale Mobilität zwischen Dorfgeschichte und realistischem Roman
Geschlecht im Recht. Perspektiven auf Differenz in der deutschsprachigen Justiz des 20. und 21. Jahrhunderts
Aktuelles
Stellenausschreibung - Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in - Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) - 26/ES18 - Frist: 06.09.2026
Änderung der Prüfungs- und Studienordnung für den Bachelorteilstudiengang Geschichte (Inkrafttreten zum 01.10.2026)
Dies Alliensis - der verfluchte 18. Juli im altem Rom - Radiointerview mit Simon Lentzsch
Angebote des Lernbüros
Einschreibezeitraum in die Lehrveranstaltungen des Historischen Instituts im Wintersemester 2026/2027
„Sinnesmeer“: Neue multimediale Plattform macht den Ostseeraum sinnlich erfahrbar
Die Ostsee als verbindender Raum - Prof. Dr. Jan-Hinnerk Antons erzählt, warum Geschichte nicht an Grenzen endet.
Gemeinsame Prüfungs- und Studienordnung für das Lehramt an Gymnasien, Regionalen Schulen und Gesamtschulen vom 22.04.2026
Mighty Ocean – Inland Sea: Connections and Comparisons between the Atlantic and the Baltic, c. 1450-1850
A workshop to be held at the University of Greifswald 25-27 September 2025
Neuerscheinungen
Aufsätze
Erbauliches Reisen auf dem Papier. Religiöse Lesarten von Forschungsexpeditionen des 18. Jahrhunderts, in: Nora Blume, Thomas Ruhland, Christian Soboth und Friedemann Stengel (Hrsg.), Reisen und Religion im langen 18. Jahrhundert, Halle 2026, S. 227-240.
Der Wort-Schatz des Teehändlers. Kulturelle Übersetzung in maritimen Fachwörterbüchern des 18. Jahrhunderts, erscheint in: Mark Häberlein und Andreas Flurschütz da Cruz (Hrsg.), Die Sprachen der Frühen Neuzeit (Frühneuzeit-Impulse 6), Göttingen 2024, S. 481-490.
Gemeinsam mit Lars Behrisch und Jiří Janáč: Social Engineering and Welfare in Early Modern History (ca. 1500-1800), in: Jan Hansen, Jochen Hung, Jaroslav Ira, Judit Klement, Sylvain Lesage, Juan Luis Simal und Andrew Tompkins (Hrsg.), The European Experience. A Multi-Perspective History of Modern Europe, Cambridge 2023, https://doi.org/10.11647/OBP.0323, S. 463-472.
Translationsräume: Pazifisch, in: Regina Toepfer, Peter Burschel, Annekathrin Koppers und Jörg Wesche (Hrsg.), Handbuch Übersetzen in der Frühen Neuzeit. J.B. Metzler, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-68654-6_53-1.
Online

Sünne Juterczenka, Der Globus als Stickmustertuch. Europäische Expansion, materielle Kultur und Geschlecht in der Frühen Neuzeit, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2024, https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-135123
Sünne Juterczenka, Die Bücher und das Meer. Maritime Welten in der Herzog August Bibliothek, in: HABlog. Blog der Herzog August Bibliothek, 2022, https://www.hab.de/die-buecher-und-das-meer/
Bücher
Torsten Fried: Geprägter Ruhm - Die Medaillen Ludwigs XIV. der séries uniformes,München 2026

Sünne Juterczenka, Expeditionen ins Inselmeer. Zur Rezeption von Pazifikreisen im 18. Jahrhundert (Frühneuzeit-Forschungen 27), Göttingen 2024.
Im Rahmen von Forschungsexpeditionen, die Großbritannien und Frankreich im Zeichen der Aufklärung in die „Südsee“ (den Pazifik) entsandten, suchten europäische Reisende im 18. Jahrhundert nach dem Kontinent „Terra australis“ und beschrieben Geografie, Natur und Menschen der Region. Mediale Berichterstattung begleitete die Expeditionen; nicht zuletzt wegen der Beteiligung deutscher Naturforscher wie Johann Reinhold Forster und seinem Sohn Georg wurden sie auch in der deutschen Presse aufmerksam verfolgt. In der grenzübergreifenden Rezeption der Pazifikforschung, so die These dieses Buches, entstand die Vorstellung von einem „zweiten Entdeckungszeitalter“, das den Höhepunkt einer von Europa ausgehenden zielstrebigen Erderkundung bildete. Beginnend mit der Konquista im 16. Jahrhundert, hatte diese Entwicklung durch wissenschaftliche Neuerungen des 17. Jahrhunderts eine entscheidende Wendung genommen und gipfelte nun in einer neuen Ära, in der europäische Länder friedlich um „Entdeckungen“ wetteiferten.
Die Untersuchung nutzt so unterschiedliche Quellen wie Zeitungsartikel, Bibliotheksleihregister, Lektüreberichte und Schiffswracks. Neben Spezialisten und Spezialistinnen der Aufklärungsforschung, der Wissens- und der Historiografiegeschichte sowie der Maritime History wird auch ein breites Lesepublikum angesprochen.
Wallstein Verlag, ISBN 978-3-8353-5684-9, Ankündigung beim Wallstein-Verlag
Michael North, Caspar David Friedrich Künstlerischer und kultureller Austausch im Ostseeraum um 1800, LIT Verlag (lit-verlag.de) 2024.
Caspar David Friedrich gehört unstrittig zu den bekanntesten Malern Deutschlands. Im Jahr 2024 feiert der Greifswalder und „Erfinder“ der nordischen Romantik seinen 250. Geburtstag. Ein wiederkehrendes Element seines Werks sind – nicht nur metaphorisch, wie bei seinem berühmten „Wanderer über dem Nebelmeer“ – Motive aus der maritimen Sphäre: Schiffswracks in der tosenden Flut, Segler vor der städtischen Küste oder auch die karge Landschaft des arktischen Eismeers.
In seinem Band interpretiert der Greifswalder Historiker Michael North das Œuvre Friedrichs als Produkt des künstlerischen und kulturellen Austausches im Ostseeraum um 1800 und eröffnet so neue Betrachtungsweisen auf das facettenreiche Werk eines der wohl berühmtesten Maler Deutschlands. Der posthume Erfolg Caspar David Friedrichs erklärt sich vor allem dadurch, dass sich in seinem Werk eine Neuentdeckung des Meeres vollzieht, die North als romantische Sehnsucht bezeichnet.




