Aktuelles
Exkursion
"Reiseliteratur und Buchgeschichte im 18. und 19. Jahrhundert" - Exkursion in die Eutiner Landesbibliothek, 11.03.2026 bis 13.03.2026
Exkursion in die Eutiner Landesbibliothek
Die Landesbibliothek in Eutin (Schleswig-Holstein) ist eine kleine, aber feine Forschungsstätte mit historischem Buchbestand. Zu ihren Sammelgebieten zählen Reiseliteratur, Belletristik und politische Literatur, aber auch Almanache, Zeitschriften und Kalender aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Neben einer buchgeschichtlichen Seminareinheit mit alten Drucken sind Führungen und Spaziergänge durch die historische Altstadt geplant (mögliche Themen u.a. Botanik, Bildungs-, Literatur- und Regionalgeschichte von der frühen Neuzeit bis zum Nationalsozialismus. Die Exkursion wird gemeinsam von den Lehrstühlen für Geschichte des Wissens und Geschichte der Frühen Neuzeit durchgeführt.
Weitere Informationen zu Bestand, Sekundärliteratur und Forschungsthemen finden Sie unter: https://lb-eutin.kreis-oh.de/start. Der Termin für die Vorbesprechung ist der 13.01.2026, 12:00 Uhr.
Wiedereröffnung des Schweriner Museums am Alten Garten am 29. Oktober 2025
Termine
Sommersemester 2026 - Einschreibezeitraum: 02.03.2026, 08:00 Uhr bis 22.03.2026, 20:00 Uhr (Nachfrist: 07.04.2026, 08:00 Uhr bis 15.04.2026, 20:00 Uhr)
Verteidigung der Masterarbeit im Studiengang Geschichtswissenschaft von Herrn Bernd-Yasin von Kampen
Neues aus der Antike - Ein Greifswalder Altertumswissenschaftliches Kolloquium
I’ve Got the Power? Neue Perspektiven auf Geschlecht und Macht in der DDR - Interdisziplinärer Workshop unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Jessica Bock (Berlin) und Dr. Stefanie Eisenhuth (Potsdam)
Alles schon erforscht? Frauen im Staats- und Postsozialismus - Gesprächsabend
Hochschulinformationstage 2026
Neuerscheinungen
Aufsatz
Translationsräume: Pazifisch, in: Regina Toepfer, Peter Burschel, Annekathrin Koppers und Jörg Wesche (Hrsg.), Handbuch Übersetzen in der Frühen Neuzeit. J.B. Metzler, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-68654-6_53-1
Online

Sünne Juterczenka, Der Globus als Stickmustertuch. Europäische Expansion, materielle Kultur und Geschlecht in der Frühen Neuzeit, in: Themenportal Europäische Geschichte, 2024, https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-135123
Sünne Juterczenka, Die Bücher und das Meer. Maritime Welten in der Herzog August Bibliothek, in: HABlog. Blog der Herzog August Bibliothek, 2022, https://www.hab.de/die-buecher-und-das-meer/
Bücher

Sünne Juterczenka, Expeditionen ins Inselmeer. Zur Rezeption von Pazifikreisen im 18. Jahrhundert (Frühneuzeit-Forschungen 27), Göttingen 2024.
Im Rahmen von Forschungsexpeditionen, die Großbritannien und Frankreich im Zeichen der Aufklärung in die „Südsee“ (den Pazifik) entsandten, suchten europäische Reisende im 18. Jahrhundert nach dem Kontinent „Terra australis“ und beschrieben Geografie, Natur und Menschen der Region. Mediale Berichterstattung begleitete die Expeditionen; nicht zuletzt wegen der Beteiligung deutscher Naturforscher wie Johann Reinhold Forster und seinem Sohn Georg wurden sie auch in der deutschen Presse aufmerksam verfolgt. In der grenzübergreifenden Rezeption der Pazifikforschung, so die These dieses Buches, entstand die Vorstellung von einem „zweiten Entdeckungszeitalter“, das den Höhepunkt einer von Europa ausgehenden zielstrebigen Erderkundung bildete. Beginnend mit der Konquista im 16. Jahrhundert, hatte diese Entwicklung durch wissenschaftliche Neuerungen des 17. Jahrhunderts eine entscheidende Wendung genommen und gipfelte nun in einer neuen Ära, in der europäische Länder friedlich um „Entdeckungen“ wetteiferten.
Die Untersuchung nutzt so unterschiedliche Quellen wie Zeitungsartikel, Bibliotheksleihregister, Lektüreberichte und Schiffswracks. Neben Spezialisten und Spezialistinnen der Aufklärungsforschung, der Wissens- und der Historiografiegeschichte sowie der Maritime History wird auch ein breites Lesepublikum angesprochen.
Wallstein Verlag, ISBN 978-3-8353-5684-9, Ankündigung beim Wallstein-Verlag
Michael North, Caspar David Friedrich Künstlerischer und kultureller Austausch im Ostseeraum um 1800, LIT Verlag (lit-verlag.de) 2024.
Caspar David Friedrich gehört unstrittig zu den bekanntesten Malern Deutschlands. Im Jahr 2024 feiert der Greifswalder und „Erfinder“ der nordischen Romantik seinen 250. Geburtstag. Ein wiederkehrendes Element seines Werks sind – nicht nur metaphorisch, wie bei seinem berühmten „Wanderer über dem Nebelmeer“ – Motive aus der maritimen Sphäre: Schiffswracks in der tosenden Flut, Segler vor der städtischen Küste oder auch die karge Landschaft des arktischen Eismeers.
In seinem Band interpretiert der Greifswalder Historiker Michael North das Œuvre Friedrichs als Produkt des künstlerischen und kulturellen Austausches im Ostseeraum um 1800 und eröffnet so neue Betrachtungsweisen auf das facettenreiche Werk eines der wohl berühmtesten Maler Deutschlands. Der posthume Erfolg Caspar David Friedrichs erklärt sich vor allem dadurch, dass sich in seinem Werk eine Neuentdeckung des Meeres vollzieht, die North als romantische Sehnsucht bezeichnet.


