Dr. phil. Jenny Linek (IZfG)

Lehrbeauftragte

Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung
Robert-Blum-Str. 13
17487 Greifswald

jenny.linek@uni-greifswald.de

Lehrauftrag (am IZfG)

seit Oktober 2016 in Elternzeit

Vita

Jenny Linek 2002-2009 Studium der Fächer Geschichtswissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Politikwissenschaft an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; im Anschluss Promotionsstudentin; 2009-2010 studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl der Allgemeinen Geschichte der Neuesten Zeit an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; 2009-2012 für das DFG-Projekt "Gabriele Zerbis De cautelis medicorum opus perutile (1495). Zur Genese und Entwicklung des Achtsamkeitstopos in der medizinischen Ethik" tätig, zunächst als studentische, dann als wissenschaftliche Hilfskraft (am Institut für Geschichte der Medizin der Enst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald sowie am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TU München); 2011-2014 Stipendtiatin des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart; 2014-2015 Mentee im KarriereWegeMentoring-Programm für Doktorandinnen der Universitäten Greifswad und Rostock; seit April 2015 Lehrbeauftragte am IZfG; seit Oktober 2016 Vorstandsmitglied des IZfG.
 
Dissertation: "...daß man im Sozialismus nicht nach seiner Gesundheit leben kann"? Politik und Praxis der Prophylaxe in der DDR unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterperspektive.

Krankheitsverhütung und Gesundheitsvorsorge sollten einen prominenten Platz in der DDR-Gesundheits- wie in der gesamten Politik einnehmen. Den DDR-Bürgerinnen und -Bürgern wurde der Schutz ihrer Gesundheit sogar in der Verfassung garantiert. Doch inwiefern konnte der Staat seiner Fürsorgepflicht nachkommen und entsprechende Rahmenbedingungen und Strukturen für ein ‚gesundes Leben‘ schaffen? Und wie verhielt es sich im Gegenzug mit der persönlichen Verpflichtung des Einzelnen, selbst für seine Gesundheit Sorge zu tragen? Die Dissertation befasst sich aus alltagsgeschichtlicher Perspektive mit der Präventionspolitik der DDR und deren Implementierung. Anhand von Eingaben sowie Dokumenten der Gesundheitsverwaltung wird gezeigt, wie die Bevölkerung die staatlichen Vorgaben für ein gesundheitsbewusstes Leben wahrgenommen und umgesetzt hat. Geschlechterspezifische Gesichtspunkte sind dabei von besonderer Relevanz. Durch die Einbeziehung der Mikroebene und die Arbeit mit Selbstzeugnissen werden Stimmen zutage gefördert, die den verordneten SED-Normen teilweise entgegenstanden oder von diesen verdrängt wurden und die bislang kaum Gehör gefunden haben.

am 16.10.2015 erfolgreich verteidigt